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Künstler

Ein liebes Buch hält meine Hand,
Darin ein herrlicher Poet,
Was er an seltnen Schätzen fand,
Aus reicher Fülle um sich sät.

In allen guten Tönen sang
Der gottbegabte Liedermund
Und führte mich im Eifergang
Gleich um ein ganzes Erdenrund.

Und führte mich durch tiefes Tal
Und über hohen Zackenschroff,
Durch manchen freudenhellen Saal
Und Gärten, wos von Düften troff.

Und meinem wackern Schweizersmann,
Den sie auf Gottfried einst getauft,
Hab ich ein feurig Ruhmgespann
In />In eitel Dankbarkeit gekauft.

Doch neben mir am Tischchen steht
Mit Stift und einem Briefpapier
Ein freilich kleinerer Poet,
Drei Käse hoch, vielleicht auch vier.

Der malt in Runen wundersam,
Was seine junge Seele träumt,
Und wenn die Schrift zu Rande kam,
Beschreibt den Tisch er ungesäumt.

Auf einmal zerrt er mich am Rock,
In Anstandsformen nicht genau,
Und reicht mir seinen Schreibestock:
Papa, ach bitte, ein Wauwau!

Und läßt nicht nach und quält und rührt,
Bis ich in ungeübtem Tun
Den Stift aufs weiße Blatt geführt,
Halb wards ein Hund und halb ein Huhn.

Papa, ein Pferd. Papa, ein Hahn.
Er will das ganze Tierreich sehn,
Und sieht in seinem schönen Wahn
Die Schöpfung neu durch mich entstehn.

Doch bald, so schwerer Kunst erlahmt,
Leg ich das Blatt in seine Hand,
Und selig hat er nachgeahmt,
Was dort an krausen Wundern stand.

Ich aber greif aufs neu zurück
Nach meines Zürchers Perlenschrein.
Hier Meisterstück, dort Kinderglück,
Poeten groß, Poeten klein.

Quelle:
Ausgewählte Gedichte
von Gustav Falke - Hamburg 1908
www.zeno.org Zenodot Verlagsgesellschaft mbH
 

Englisch-Nachhilfeunterricht für Schüler, Auszubildende und Studenten.

Posted by Admin on Mai 12, 2011
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Englisch-Nachhilfeunterricht für Schüler, Auszubildende und Studenten mit Lernproblemen bzw. Wissenslücken in der englischen Sprache, z.B. Verbesserung des Vokabelwissens, Grammatiktraining, Vorbereitung auf Klassenarbeiten und Unterstützung der Schüler bei der Hausaufgabenerledigung in Dresden-Neustadt und Dresden-Striesen. Effektiver, preisgünstiger Englischunterricht im Einzeltraining und Gruppenunterricht auf allen Stufen und für alle Altersgruppen in Dresden und Umgebung, auch berufsbezogene oder fachspezifische Englischkurse für Unternehmen, Institutionen (company courses in English) und Privatpersonen (private lessons) z.B. Business-English (Wirtschaftsenglisch / English for the job / English for business administration and economics), Englischkurse für Büro und Geschäftskommunikation (English for the office and business communication), fachspezifischer Englischunterricht für alle Berufsgruppen und Branchen, z.B. individuelle Englischkurse für Gastronomen, Hotelangestellte, Reiseleiter (English for tourist guides), Piloten, Flugbegleiter (English for pilots and flight attendants), Techniker (technical English), Ingenieure (English for engineers), Mediziner (English for medical doctors, physicians, dentists and nurses), Pharma (English for the pharmaceutical industry / English for pharmaceutical engineers), Naturwissenschafter (English for science and technology), Informatiker (English for IT, computer experts and software developers), Juristen (English for law, justice and jurisdiction), Banker (English for banking and investment), Versicherungsmakler (English for insurance brokers), Immobilienmakler und Immobilienverwalter (English for real-estate brokers), Großhändler, Einzelhändler, Verkäufer (English for wholesalers, retailers and salespeople). […]

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Frei auf blauem Meer.

Posted by Admin on Mai 12, 2011
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Da singt eine Fei auf blauem Meer, Die Myrten trunken lauschen – Mir aber gefällt doch nichts so sehr, Als das deutsche Waldesrauschen! Quelle: Joseph Freiherr von Eichendorff. Wanderlieder Gedichte 1841 www.zeno.org Mit diesem Ausruf beginnt das so genannte Lied der Franken, das Joseph Victor von Scheffel im Sommer 1859 unter dem Titel Wanderlied im oberfränkischen Kloster Banz schrieb und das die Franken als ihre heimliche Nationalhymne betrachten. Es beginnt mit den folgenden Versen: Ebenso arbeitet die Brandung des Meeres ununterbrochen an der Zerstörung der Küsten und an der Auffüllung des Meeresbodens durch die herabgeschlemmten Trümmer. Indem diese Hebungen und Senkungen der verschiedenen Erdtheile im Laufe von Jahrmillionen vielfach mit einander wechseln, kommt bald dieser, bald jener Theil der Erdoberfläche über und unter den Spiegel des Meeres, und es bilden sich durch anorganische und organische Ablagerungen verschieden dicke Gesteinsschichten von der verschiedenartigsten Zusammensetzung, mit Resten von pflanzlichen und thierischen Organismen. Auch Pflanzen und Thiere sind immerfort mit thätig, um den Meeresboden zu erhöhen; in den oberen Meereszonen sind es besonders die Nulliporen, Muscheln und Korallen, in der Abgrundzone die mikroskopisch kleinen Diatomaceen, Polythalamien und Zellenthierchen, welche zu Myriaden vorhanden sind und die Fällung der Kiesel- und Kalkerde vermitteln. Extreme Niederschläge und Sturm am Mittelmeer. In einem Ölteppich von der Größe des Saarlands starben Vögel, Fische und Muscheln. Die Austernbänke wurden für Jahre zerstört, der Tourismus zunächst schwer beeinträchtigt. Günstige Strömungen, hohe Wellen und die vielen Freiwilligen verhinderten ein Desaster. Schon 1979 lockte die Bretagne wieder Urlauber an saubere Strände, doch nach Schätzungen von Experten lagen ein Jahr nach dem Unglück noch immer 40 000 Tonnen Öl auf dem Meeresgrund. Um das empfindliche Ökosystem an der Südküste des US-Bundesstaates Alaska für Jahre nachhaltig zu schädigen, reichten im März 1989 knapp 40 000 Tonnen Rohöl aus dem verunglückten Tanker Exxon Valdez. Im Prince-William-Sund kam es damals zur bislang größten Umweltkatastrophe in der Geschichte der USA. 2400 Kilometer Küste wurden verunreinigt. Hunderttausende Seevögel starben, auch Otter, Robben und Grauwale verendeten. Trotz aufwendiger Reinigungsarbeiten hat sich das Gebiet nur oberflächlich erholt. Die niedrigen Temperaturen verzögern den biologischen Abbau des Öls. Vor allem in den Uferzonen lagern noch immer Reste der schwarzen Pest. Viele Tierarten leiden bis heute unter der Katastrophe. […]

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Jugendzeit wie ein Blumenkelch.

Posted by Admin on Mai 12, 2011
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Du wonnesel'ge Jugendzeit, heut laß mich dein gedenken, in deine Tiefen all das Leid des grauen Jetzt versenken, - daß wie ein Blumenkelch betaut mein Aug' noch einmal strahle; du lockst so süß wie Glockenlaut in meinem Heimattale. Mein Deutsch der Jugendzeit war der Dialekt, den auch Niederbayern spricht; ich vermochte ihn weder zu vergessen, noch den Wiener Jargon zu lernen. An der Flügelmauer der Brücke zeugte bis in die jüngste Zeit eine Hochwassermarke von dieser Hochflut. Rings um ruhet die Stadt; still wird die erleuchtete Gasse,Und, mit Fackeln geschmückt, rauschen die Wagen hinweg.Satt gehn heim von Freuden des Tags zu ruhen die Menschen,Und Gewinn und Verlust wäget ein sinniges HauptWohlzufrieden zu Haus; leer steht von Trauben und Blumen,Und von Werken der Hand ruht der geschäftige Markt.Aber das Saitenspiel tönt fern aus Gärten; vielleicht, daßDort ein Liebendes spielt oder ein einsamer MannFerner Freunde gedenkt und der Jugendzeit; und die Brunnen,Immerquillend und frisch rauschen an duftendem Beet.Still in dämmriger Luft ertönen geläutete Glocken,Und der Stunden gedenk rufet ein Wächter die Zahl.Jetzt auch kommet ein Wehn und regt die Gipfel des Hains auf,Sieh! und das Schattenbild unserer Erde, der MondKommet geheim nun auch; die Schwärmerische, die Nacht kommt,Voll mit Sternen und wohl wenig bekümmert um uns,Glänzt die Erstaunende dort, die Fremdlingin unter den MenschenÜber Gebirgeshöhn traurig und prächtig herauf. Bis in den Sommer hinein lagen die gewaltigen Eisklötze auf den Wiesen unterhalb der Brücke. Im Jahre 1775 erfuhr das Gregoriussingen eine Einschränkung. Der neue Rektor Klemm untersagte den Knaben die Possen und alles Gaukelspiel. Seit jener Zeit hielten bloß die drei Knabenlehrer mit den Chorschülern den althergebrachten Umgang durch die Stadt. Es wurde vor den Bürgershäusern gesungen, und am Sonnabend Morgen fand der Singumgang sein Ende. Lehrer und Schüler versammelten sich noch einmal auf dem Kirchhofe, das Gesicht nach dem Schulhause gewendet. Hier wurden einige Lieder, Choräle und Motetten gesungen. Dann traten einzelne Schüler und zwar ältere hervor und hielten kurze Ansprachen. Hierauf machten die Knaben Kehrt, und jeder ging nach Hause. In dieser Form erhielt sich der Singumgang noch viele Jahre hindurch bis über die Mitte des 19. Jahrhunderts. Nur der galt in der verschworenen Brüderschaft der Dorfbuben als ganzer Kerl, der an und auf der Brücke seine Schneid bewiesen hatte. Die älteren Bewohner der Stadt können sich an den Gregoriusumgang noch sehr wohl erinnern, ja, viele von ihnen haben in ihrer Jugendzeit ihn selbst mitgemacht und gedenken gern jener Zeiten. […]

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