suchen und finden

Die feinen Ohren - Meiner Mutter

Du warst allein,
Ich sah durchs Schlüsselloch
Den matten Schein
Der späten Lampe noch.

Was stand ich nur und trat nicht ein?
Und brannte doch,
Und war mir doch, es müßte sein,
Daß ich noch einmal deine Stirne strich
Und zärtlich flüsterte: Wie lieb ich dich.

Die alte böse Scheu,
Dir ganz mein Herz zu zeigen,
Sie quält mich immer neu.
Nun lieg ich durch die lange Nacht
Und horche in das Schweigen,
Ob wohl ein weißes Haupt noch wacht.

Und einmal hab ich leis gelacht:
Was sorgst du noch,
Sie weiß es doch,
Sie hat gar feine Ohren,
Ihr geht von deines Herzens Schlag,
Obwohl die Lippe schweigen mag,
Auch nicht ein leiser Ton verloren.

Quelle:
Ausgewählte Gedichte
von Gustav Falke - Hamburg 1908
www.zeno.org Zenodot Verlagsgesellschaft mbH
 

O, sofern Einer von ihnen jetzt in keiner Weise gefehlt hätte!.

Posted by Admin on Mai 12, 2011
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Für den Fall, dass sämtliche fünf aus Richmond entkommenen Häftlinge an diesem Ort verbunden gewesen wären, zusammen mit diesem Haufen von Felsstücken, zuvor dem flackernden Feuer auf dem trockenen Grobsand, sie hätten gewiss alle überschwappendem Herzen dem Firmament ihren Dank dargebracht! allerdings der erfindungsreichste, dieser sachkundigste von ihnen, ihr wirklicher Anführer, Cyrus Smith, fehlte ebenso wie, ach, weiterhin seine sterblichen Überreste hatte nicht im Geringsten einst ein Grabgewölbe gefunden! Nach Ablauf weniger Minuten war dieses geschehen und lud jener Seemann den Medienschaffender ein, an dem Nachtmahl theilzunehmen, an der hellsten Speise dieser Schiffbrüchigen auf jener unbekannten Strand. jene harten Eier schmeckten trefflich, unter anderem alldieweil das Ei fast die Gesamtheit zur Ernährung des Volk erforderlichen Einzelteile enthält, so befanden sich die Verunglückten recht wohl dabei zumal schöpften frische Lebhaftigkeit. selbst Harbert schlief von jetzt an ein. Mit halboffener Augen lag solcher Matrose neben dem Ofen, den er mit reichlicher Essen versorgte. Ein Einziger der Schiffbrüchigen suchte keine Ruhe. Das war der einsame, verzweifelte Nab, welcher ungeachtet der Vorwarnungen der Begleiter, sich einigen Schlaf zu gönnen, jene ganze Nacht den Namen seines Herrn rufend auf dem flachen Gestade umherlief. […]

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Schlechter Wind heute Morgen.

Posted by Admin on Mai 12, 2011
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Hundertunddreizehn Grad. - Erwägungen des Doctors. - Verzweifeltes Suchen. - Das Knallgasgebläse erlischt. - Hundertzweiundzwanzig Grad. - Betrachtung der Wüste. - Ein Spaziergang während der Nacht. - Oede. - Ohnmacht. - Joe's Pläne. - Um einen Tag aufgeschoben. Eitle Hoffnung! Es herrschte eine Todtenstille in der Luft, eine jener Windstillen, die auf den tropischen Meeren die Schiffe für lange Zeit auf einer Stelle bannen. Die Hitze wurde unerträglich und das Thermometer zeigte im Schatten des Zeltes hundertunddreizehn Grad. Die vom Victoria am verflossenen Tage zurückgelegte Strecke betrug nicht über zehn Meilen und doch hatte man, um sich oben zu halten, hundertzweiundsechzig Cubikfuß Gas verbraucht. Am Sonnabend Morgens gab der Doctor das Signal zum Aufbruch. Luther sah Musik als notwendigen Teil der schulischen und universitären Ausbildung. Jeder Schulmeister müsse singen können und auch der angehende Pfarrer solle theoretische und praktische Fertigkeiten in der Musik mitbringen. Von Luther sind 36 Lieder überliefert. Wahrscheinlich verfasste er insgesamt 45 Lieder und Gesänge und komponierte bei mindestens 20 davon auch die Melodien selbst. Bei einigen unterstützten ihn der kurfürstliche Sangmeister Konrad Rupff und der Kantor Johann Walter. Gassenhauer, Reiter- und Bergliedlein christlich, moraliter und sittlich verändert, damit die bösen ärgerlichen Weisen, unnützen und schandbaren Liedlein auf der Gassen, Feldern, Häusern und anderswo zu singen, mit der Zeit abgehen möchten, wenn man christliche, gute, nützliche Texte und Worte darunter haben könnte. […]

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Kinder Augen nie geliebt.

Posted by Admin on Mai 12, 2011
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Seit jenen schmerzenreichen Frühlingstagen lieb' ich den Lenz, wie ich ihn nie geliebt, und seine Knospen lieb' ich schmerzlich heiß und pflückt sie gerne, eh' der Sturm sie bricht, und sonnenklare Kinderaugen lieb' ich und küsse gern aus ihrem Sammetkelch die Tränen fort . . . und leg' die Blütenpracht des Frühlings gern in weiche Kinderhände . . . Reisen in Ziegengeschwindigkeit , denn er, dessen ganzes Wesen überhaupt derart auf das Geistige gerichtet war, daß er sich mit allen physischen Bedürfnissen so kurz und mäßig wie nur immer möglich abfand, hatte gerade dann am allerwenigsten ein Ohr für die Forderungen des Körpers, wenn sein Geist (wie immer auf Reisen geschah) doppelte und dreifache Nahrung empfing. So kam es, daß seine ursprünglich robuste Natur vor der Zeit zu wanken begann, weshalb er sich auch von 1832 an fast alljährlich genötigt sah, statt zu Reisen für Auge und Herz, zu Badekuren seine Zuflucht zu nehmen. Ein Aderlaß wurde angeordnet, aber schon nach wenigen Minuten sank er in eine tiefe Ohnmacht, um nie wieder zum vollen Bewußtsein zurückzukehren. Und doch lebte er noch länger als ein Jahr. * Fernreisen * Reisen in Europa * Hochseekreuzfahrten * Zugreisen * Reisen mit Rollstuhl […]

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