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Die feinen Ohren - Meiner Mutter

Du warst allein,
Ich sah durchs Schlüsselloch
Den matten Schein
Der späten Lampe noch.

Was stand ich nur und trat nicht ein?
Und brannte doch,
Und war mir doch, es müßte sein,
Daß ich noch einmal deine Stirne strich
Und zärtlich flüsterte: Wie lieb ich dich.

Die alte böse Scheu,
Dir ganz mein Herz zu zeigen,
Sie quält mich immer neu.
Nun lieg ich durch die lange Nacht
Und horche in das Schweigen,
Ob wohl ein weißes Haupt noch wacht.

Und einmal hab ich leis gelacht:
Was sorgst du noch,
Sie weiß es doch,
Sie hat gar feine Ohren,
Ihr geht von deines Herzens Schlag,
Obwohl die Lippe schweigen mag,
Auch nicht ein leiser Ton verloren.

Quelle:
Ausgewählte Gedichte
von Gustav Falke - Hamburg 1908
www.zeno.org Zenodot Verlagsgesellschaft mbH
 

Prager Goldene Bulle, Sächsische Goldene Bulle.

Posted by Admin on Mai 12, 2011
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Karl IV. entschied auch durch die Prager Bulle 1355 den bisherigen Streit zwischen der Wittenberger u. Lauenburger Linie über die Kur u. das Erzmarschallamt zum Vortheil der ersteren. Zugleich wurde die Primogenitur in dem Herzogthum Sachsen-Wittenberg festgesetzt. Die Goldene Bulle von 1356 gab außer den kurfürstlichen Privilegien der Appellationsbefreiung, des Bergregals, Münzregals, Judenschutzes etc. für das Herzogthum Sachsen die Verordnung, daß auf den Fall der Unmündigkeit eines Kurprinzen stets der nächste Agnat zur Führung der Vormundschaft berechtigt sein sollte, u. eine ausdrückliche Versicherung des sächsischen Reichsvicariats. Nach Rudolfs I. Tode 1356 erhielt sein Sohn Rudolf II. einen in Metz den 27. December 1357 über die Kur u. alle Länder, darunter auch über die Pfalz Sachsen, ausgefertigten Lehnbrief (Sächsische Goldene Bulle). Gleichwohl nannte sich Erich, Herzog von Lauenburg, Erzmarschall des Reichs u. Kurfürst, u. zwischen Rudolf II. u. dem Herzog von Brabant u. Luxemburg entstand ein Streit über das Recht dem Kaiser das Schwert vorzutragen, welcher sow ohl jetzt, als auch später von 1415 in Kostnitz vom Kaiser Sigismund zu Gunsten S-s entschieden wurde. Rudolf II. bediente sich zuerst des Titels Kurfürst (Princeps Elector) in einer Urkunde von 1370. […]

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Wolken am Himmel.

Posted by Admin on Mai 12, 2011
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Sie schreiten und reiten um Berg und zu Tal, In Stürmen auf Wolken zum Mitternachtmahl. Ich füll' mir indessen den Becher mir Wein Und lasse vergangen Vergangenheit sein! Vorüber ist mancherlei, das uns gequält, Und war es auch bitter, es hat uns gestählt. Die stürmischen Tage des Lebens vergehn, Wie jagende Wolken am Himmel hin wehn. Und alles sei freudig dem Himmel verziehn, Nur weil er auf Hügeln die Rebe läßt blühn! Quelle: Vermischte Gedichte Ausgewählte Gedichte - Hermann von Lingg - 1905 www.zeno.org Zenodot Verlagsgesellschaft mbH […]

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Die Einladung.

Posted by Admin on Mai 12, 2011
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Die Wolken glitzern um die höchste Stunde, ein jüngster Wind versilbert sacht den Wald; die Ölbäume bekennen sich zur Gottgewalt und zittern von Athenas Nahen Kunde. Ihr Silberwispern frommt aus hehrem Munde; doch - Demeter vernehmbar bloß - erschallt ein Ruf der Zeus-Entragten, als Gestalt: Beglück Athen, Erkorene zum Bunde! […]

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