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Konsequenz

In meinem Gärtchen, zwei Fuß vom Weg,
Hinter dem niedern Gittergeheg,
Blüht mir ein blauer Syringenstrauch,
Meine Freude, und meiner Kinder auch.
Aber die Buben von den Gassen,
Die Racker, können das Räubern nicht lassen.

Wenn sie früh in die Schule gehn,
Ein Kleinster bleibt begehrlich stehn,
Ein zweiter stellt sich daneben auf
Und schielt mit ihm zum Bäumchen hinauf,
Möchten gerne von den Syringen
Ein Zweiglein mit in die Klasse bringen.

Kommt ein dritter, hops, wie er hupft,
Hat sich ein paar Blätter gerupft,
Aber der Grünkram genügt ihm nicht,
Er ist mal auf Syringen erpicht.
Noch einmal, hops! - Euch will ich kriegen.
Ich klopf ans Fenster. Hei, wie sie fliegen.

So ein Bubenvolk ist schlimm,
Gefällt ihm was, gleich denkt es: nimm!
Aber daß auch die Mädel - ich bitt,
Kommen da welche gleich zu dritt,
Recken die Hälschen, drehen die Köpfchen
Ängstlich und schlenkern mit den Zöpfchen.

Hebt sich die längste auf den Zehn,
Einmal, zweimal, es will nicht gehn.
Gehuschel, Getuschel. Mädel sind klug;
Hat sie, bevor ich ans Fenster schlug,
Das kleinste schnell auf den Arm genommen
Und die allerschönsten Syringen bekommen.

Ich drohe ihr, sie lacht mich an,
Wie nur ein Mädel lachen kann,
Spitzbübisch, schelmisch und doch ganz lieb.
Es ist ein allerliebster Dieb,
Und da - ich will recht finster blicken
Und kann nur lachen und freundlich nicken.

In Zukunft sind die Syringen frei,
Ob Mädel, ob Buben, ist einerlei.
Was ihr im Sprung erhaschen könnt,
Ihr Diebsgelichter, sei euch gegönnt.
Nur braucht ihr das selber nicht grade zu wissen,
Mein Bäumchen würde mir arg zerrissen.

Quelle:
Ausgewählte Gedichte
von Gustav Falke - Hamburg 1908
www.zeno.org Zenodot Verlagsgesellschaft mbH
 

Tannennacht.

Posted by Admin on Mai 12, 2011
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Wütend jagen Sturm und Schlossen Durch der Berge Tannennacht, Mühsam mit den müden Rossen Zieht durchs Tal ein Wagen sacht. Mit den Nebelwolken ringend Taucht der blasse Mond hervor, Und ein Posthorn, lustig klingend, Tönet aus der Schlucht empor. Blase nur die schönsten Stücke! Morgen, guter Postillon, Hab' ich mit dem Tagesblicke Meiner Liebsten Briefe schon! Quelle: Erste Liebe Ausgewählte Gedichte - Hermann von Lingg - 1905 www.zeno.org Zenodot Verlagsgesellschaft mbH - Am andern Morgen findet er in seinen Taschen anstatt der Edelsteine und Goldstücke Lehmklumpen und kleine Feldsteine. So hatte der arme Postknecht durch seinen wohlgemeinten Dank das ihm winkende Glück verscherzt. Er ist seit jener Nacht noch oftmals am Kapellenberge, ein lustiges Stücklein blasend, vorübergefahren, aber den Gang zu dem im Berge verborgenen Schatze hat er nicht wieder gesehen. So hatte der arme Postknecht durch seinen wohlgemeinten Dank das ihm winkende Glück verscherzt. Er ist seit jener Nacht noch oftmals am Kapellenberge, ein lustiges Stücklein blasend, vorübergefahren, aber den Gang zu dem im Berge verborgenen Schatze hat er nicht wieder gesehen, als Führer für die preiswerte Übernachtung in der Stadt. Die Wasseroberflächen sind besonders im Frühling meistens deutlich kühler als die Landoberflächen. Die nach Erreichen des Taupunkts gebildeten Wassertropfen lagern dann als dünne Nebelschicht über der Wasserfläche, wobei man dann auch von einem Kaltwassernebel spricht. In Deutschland ist diese Nebelform vor allem im Spätfrühling an der Ostsee anzutreffen und durch Advektion warmer Luft aus dem südeuropäischen Raum bedingt. Besonders folgenreich ist diese Nebelform dann, wenn es am Tag durch eine Erwärmung im Landesinneren zu Seewind kommt. Der eigentlich über dem Wasser lagernde Nebel wird dann an die Küsten advehiert und kann mehrere Kilometer ins Landesinnere reichen. Ein solcher Küstennebeleinbruch ist von einem erheblichen Wechsel von Sicht- und Temperaturbedingungen geprägt und tritt zudem überaus plötzlich auf, kann also zu erheblichen Gefahren vor allem im Straßenverkehr führen. Zudem ist durch die vergleichsweise kleinen Tröpfchengrößen des Küstennebels eine erhebliche Helligkeitsreduktion zu erwarten. Die vor allem im Herbst anzutreffende Situation noch recht warmer Wassertemperaturen und vergleichsweiser kalter Luft führt zum Warmwassernebel, bei dem im Regelfall Mischungsprozesse dominieren, weshalb er auch hier eher den Mischungsnebeln zugeordnet wird. […]

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Sachsen-Merseburg.

Posted by Admin on Mai 12, 2011
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Der Stift Merseburg die Niederlausitz und die Städte Delitzsch, Bitterfeld, Zörbig, Dobrilugk und Finsterwalde gehörten zu Sachsen-Merseburg. Der Gründer der dritten Linie, Sachsen-Zeitz, Moritz, erhielt zum Stift Naumburg-Zeitz den Vogtländischen und Neustädter Kreis, Tautenburg und den Albertinischen Anteil an Henneberg; er erbaute in Zeitz die Moritzburg. Der Zivildienstleistende hatte, wenn er es wünschte, Anspruch darauf, an staatsbürgerlichen Seminaren zur Fortbildung teilzunehmen. Dieser Anspruch bestand aber nur für Seminare in der Region, in der sich die Dienststelle befand. Ursula Seiring: Morgens 125 Gramm Brot und Tee, abends Wassersuppe. Hierzu gab es eine festgelegte Regionenaufteilung. Für bis zu zwei Seminare musste die Dienststelle den Zivildienstleistenden freistellen und die Fahrtkosten bezahlen. Die stete Furcht vor der Schande aber kostet ihn den Schlaf. Wenn die Dienststelle zustimmte und auch die Kosten übernahm, konnten aber auch mehr als zwei Seminare und Seminare in anderen Regionen besucht werden. Zudem wurden vom Bundesamt auf Antrag bestimmte Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen unterstützt. Er erließ ihm natürlich jeglichen Zoll und jegliches Geleite. Die Verkehrsmittel der damaligen Zeit ließen sehr viel zu wünschen übrig. Wer nicht verhungern oder kümmerlich leben wollte, der mußte dann schon kaufen. Gegebenenfalls war dem Zivildienstleistenden hierfür auch Sonderurlaub zu gewähren. Der Vater desselben war hier Justizamtmann und lebt noch in der Erinnerung der ältesten Bewohner der Stadt und ihrer Umgegend. Im Jahre 1806, am 18. März, feierte dieser sein 50jähriges Amtsjubiläum und zwar unter allgemeiner Beteiligung der Bewohner Radebergs. Dasselbe gestaltete sich zu einem wahren Volksfeste. Wenige Monate darauf beging der rüstige Greis im engeren Kreise einiger Freunde am 22. Juni desselben Jahres seine goldene Hochzeit in Tharandt. Seine Lebensgefährtin hatte ihm 15 Kinder geboren, unter diesen den späteren Dichter und Schriftsteller, der am 2. Januar 1835 in Berlin starb. Ernst Ludwig Langbein überlebte beide Feste noch 18 Jahre in dem ungestörten Genusse vollster Lebenskraft. Merkwürdig ist der Umstand, daß sein Vater 1724 die Stelle als Justizamtmann in Radeberg erhalten hatte, der Sohn aber 1824 als Justizamtmann starb. […]

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