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Lütt Greten

Hans Adeboor hett uns lütt Greten funn
Ganz achter de Welt inn deepen, deepen Brunn

Un hett se sik uphalst, se rid as to Peer,
Tweedusend Milen aewert deepe, deepe Meer.

Un weer se darinfulln, keen hal er wedder rut.
Nu liggt se in de Weeg mit er lüttje lustige Snut.

Quelle:
Ausgewählte Gedichte
von Gustav Falke - Hamburg 1908
www.zeno.org Zenodot Verlagsgesellschaft mbH

 

Schmerz und Wahn.

Posted by Admin on Mai 12, 2011
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Du kaltes stilles Herz, das mich So warm geliebt, so mütterlich, Vor Weh oft fast für mich gebrochen, O muß ich's glauben, bist du fort? Kein Blick, kein Gruß! Dein letztes Wort War für die Ewigkeit gesprochen. Sonst sahst du jeden Schmerz und Wahn Von ferne meiner Seele nahn Mit deinen Augen, deinen frommen; Wie machte stets mein Glück dich reich! Wie wurde stets bei dir ich weich! Und all das soll nicht wiederkommen? Ewigkeit was ist das Besondere daran? Es wurde ein Sendbrief, herniedergesandt vom Herrn des Erbarmens, damit das Volk der Welt befähigt sei, dem durch die Kraft Seines hehren Namens wogenden Meere nahezukommen. Unter den Menschen sind solche, die sich von Ihm abkehren und Sein Zeugnis leugnen, indes andere den Wein der Bestätigung trinken in der Herrlichkeit Seines Namens, die alles Erschaffene durchdringt. Schlimmen Verlust leidet fürwahr, wer sein Ohr dem Gekrächz der Raben neigt und sich weigert, dem süßen Schlag der Himmlischen Nachtigall zu lauschen, die auf den Zweigen des Baumes der Ewigkeit singt: Wahrlich, es gibt keinen Gott außer Mir, dem Allwissenden, dem Allweisen. Heute ist der Tag, den das strahlende Licht Unseres Antlitzes erleuchtet, der Tag, den alle Tage und Nächte anbetend umkreisen. Selig ist der Einsichtsvolle, welcher schaut, und der Dürstende, der aus diesem leuchtenden Springquell trinkt. Selig der Mensch, der die Wahrheit anerkennt und mit Eifer der Sache seines Herrn, des Machtvollen, des Allmächtigen, zu dienen strebt. Sind nun jene nicht noch ganz erfüllt von ihren alten Irrtümern, die zu uns sagen: Was tat denn Gott, ehe er Himmel und Erde schuf? Wenn er bis dahin ruhete, sagen sie, und weiter nichts tat, warum war er so nicht immer und in der Folge, worin er auch vorher verblieben war. Wenn in Gott irgendeine neue Bewegung entstand und ein neuer Wille, um einem Geschöpfe das Dasein zu geben, das er zuvor noch nicht geschaffen hatte, ist denn das eine wahre Ewigkeit, in der ein Wille entsteht, der vorher noch nicht vorhanden war? Denn der Wille Gottes ist ja nicht ein Geschöpf, sondern er ist vor aller Kreatur, weil nichts geschaffen werden konnte, wenn nicht der Wille des Schöpfers vorhanden wäre; der Wille Gottes gehört also zum Wesen Gottes selbst. Wenn also etwas in Gottes Wesen entstand, was vorher nicht war, so könnte man jenes Wesen nicht mit Wahrheit ewig nennen, wenn aber der Wille Gottes, daß es eine Kreatur gebe, ewig war, warum soll denn nicht auch die Kreatur ewig sein? […]

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Staub zum Staub.

Posted by Admin on Mai 12, 2011
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Was irdisch, wurde der Erde Raub; bekränze den Hügel, - den Staub zum Staub. Dann aber den tränenden Blick hinauf: Die Liebe, sie höret nimmer auf! Wer heiß geliebt und wer hoch gestrebt, der ist nicht begraben und tot, der lebt - Opa und Oma schreiben ihren Jahresrückblick. Aber was die Gottlosen gerne wollten, ist verdorben und verloren. Das Gebet derer, die im freien Felde herumgejagt, in Sträuchern beschädigt u. ausgeplündert oder sonst in Ängsten waren, drang durch die Wolken zum himmlischen Vater. Gott erhörte das Seufzen u. Weinen derer, die in der Burgkapelle auf den Knieen lagen u. die Hände emporhoben. Er ließ wohlgeraten die Arbeit der munteren Weiber, die aus dem tiefen Brunnen (denn das Röhrwasser der künstlichen Wasserleitung hatten die Feinde zerstört und abgeschnitten) Wasser zum Löschen trugen, u. der Männer, die Wasser ins Feuer gossen. Ja, er selbst half löschen u. gab vom Himmel einen gnädigen Regen. Und so ward die Flamme gedämpft, das Herz des Schlosses erhalten, u. obwohl in der Stadt einige verwundet u. getötet, desgleichen vom Feuer ergriffen u. vom Rauche erstickt worden waren, so ist doch auf dem Schlosse keiner Person Leid widerfahren. Was war es aber für ein schrecklicher Anblick, da der Feind sich unsichtbar gemacht u. die verarmten Leute vom Schlosse u. von den Feldern auf den Brandstätten zusammenkamen! Nichts war jammernswerter, als der Anblick so vieler Leichen u. der Verlust an Eltern, Ehegatten u. allernächsten Freunden. Unzählige Thränen flossen aus den Augen aller, u. wer noch des andern Tages sich auf den Gassen umsehen wollte, konnte mit unbedeckten Füßen auf dem erhitzten Pflaster nicht fortkommen. Von dem Augenblick an aber, wo die Dinge einen Charakter annahmen, daß er seine Person von dem Namen Zieten nicht mehr trennen konnte, wurde er auf kurz oder lang ein wirklicher Zieten. Er war nicht adlig, aber gelegentlich aristokratisch. Dies Aristokratische, wenn geglüht in leidenschaftlicher Erregung, konnte momentan zu wahrem Adel werden, aber solche Momente weist sein Leben in nur spärlicher Anzahl auf. Sein bestes war die Liebe und Verehrung, mit der er ein halbes Jahrhundert lang die Schleppe seines Vaters trug. In diesem Dienste verstieg sich sein Herz bis zum Poetischen in Gefühl und Ausdruck, wofür nur ein Beispiel hier sprechen mag. Auf dem mit Rasen überdeckten Kirchenplatz, etwa hundert Schritte vom Grabe Hans Joachims entfernt, erhebt sich ein hoher, zugespitzter Feldstein mit einer in den Stein eingelegten Eisenplatte. […]

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Französisch-Privatunterricht und Französisch-Einzelunterricht für bessere Kommunikation im Urlaub, Alltag, Studium und Beruf!.

Posted by Admin on Mai 12, 2011
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Private Sprachschule in Berlin Mitte organisiert u.a. individuellen Französisch-Privatunterricht, auch als Französisch-Intensivkurse, bei qualifizierten Französisch-Muttersprachlern oder kompetenten deutschen Französisch-Lehrkräften als Nachhilfeunterricht für Schüler, Berufsschüler und Studenten - Prüfungsvorbereitung, u.a. Vorbereitung auf TELC, DELF / DALF - Bewerbungstraining in französischer Sprache - berufsbezogene bzw. fachspezifische Französisch-Sprachkurse, u.a. für Wirtschaft, Technik, IT, Politik, Kultur, Gastronomie, Hotelwesen und Medizin - Französisch-Firmenkurse und Firmen-Einzeltraining für Mitarbeiter von Unternehmen und Institutionen - an unserer Sprachschule in Berlin Mitte oder bei den Teilnehmern vor Ort in ganz Berlin, Potsdam und Umgebung, Wiederholungskurse und Auffrischungskurse - Touristen-Sprachkurse - Seniorenkurse - Französisch-Privatunterricht für Kinder und Jugendliche... […]

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Frieden zu Naumburg und Prinzenraub.

Posted by Admin on Mai 12, 2011
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in der Nacht vom 8. auf den 9. Juli 1455 raubte Ritter Kunz von Kauffungen dem Kurfürsten seine beiden Söhne Ernst u. Albrecht aus dem Schlosse zu Altenburg. Die Prinzen wurden aber bald wieder befreit u. ihr Räuber zu Freiberg hingerichtet. Übrigens, wenn in früheren Zeiten das Gebirge unheimliche, schlimme Gesellen: Schafdiebe, Wilddiebe und Diebe und Räuber, die womöglich alles mitnahmen, in die Ebene herniederschickte, so sieht auch der heutige Tag und die Nacht, welche demselben folgen wird, sonderbares Volk genug, welchem der Bauer trotz der guten Polizei, trotz Kirche und Schule nicht über den Weg traut und welchem auf den einsameren Gehöften kein Hausvater gern ein Nachtlager in seiner Scheune oder auf seinem Heuboden gestattet. Da brotzelte freilich mancherlei auf dem Jammerherde, was in einen andern Topf oder an einen andern Spieß gehörte, und zu manchem wackern Trunk kam das Siechenhaus nicht auf dem richtigen Wege. Er legte den Grund zu einem bessern und gerechtern Steuersystem, das aber vielfach Widerspruch erregte, weil es den Adelsvorrechten entgegentrat und alle ständischen Privilegien beseitigte, aber auch dem Bürger nicht passte, der in der Einschränkung der Konsumtionsfähigkeit des Adels seinen Nachteil erblickte. Das kirchliche Territorialsystem aber, das J. gegründet hatte, vermochten die deutschen Bischöfe nicht zu erschüttern. Dagegen verdienen Josephs Schöpfungen für das Wohl der Armen und Leidenden: Kranken- und Irrenhäuser, Gebär- und Findelanstalten, Waiseninstitute, Besserungsanstalten, Institute zur Heranbildung von Militärärzten, uneingeschränktes Lob. Am wohltätigsten wirkten ohne Zweifel die Maßnahmen Josephs auf dem Gebiete der sozialpolitischen und volkswirtschaftlichen Verhältnisse. Zu den neuen Diözesaneinteilungen in Österreich gewann J. schließlich die Einwilligung der römischen Kurie, als er den Besuch des Papstes schon 1783 unerwartet in Rom erwidert hatte und nun dafür sorgte, dass der Bruch mit Rom nicht allzu tief und nachhaltig werde. Die vornehmste Sorge Josephs richtete sich fortan auf die Heranbildung eines staatstreuen Klerus, das Unterrichtswesen überhaupt erhielt eine den Staatszwecken ausschließlich dienende Richtung. In bezug auf Josephs Reformen im Justizwesen zeigte sich der unruhige Geist und der stets wachsende Widerspruch der Verordnungen besonders nachteilig. […]

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