suchen und finden

Schwarzes Kleid, blondbraune Zöpfchen

Mit diesen beiden kam ich bisher
Leidlich zurecht, oft etwas für quer,
Aber alles in allem genommen,
Bin ich dabei zu Gewinn gekommen,
Und />Und möchte im Leben nicht anders fahren,
Und bin doch schon einigermaßen bei Jahren.
Du hast nun die Schule erst hinter dir,
Die Welt liegt vor dir, ein blühend Revier,
In das deine schönen, großen, grauen
Augen erwartend und ahnend schauen.

Dein schwarzes Kleid, dein süßes Gesicht,
Deines Zöpfchens blondbraun Licht,
Dein kindlich Wesen, dein schwellender Mund,
Dein junger Leib, frisch und gesund:
Wie ich so neben dir sitze, geht
Es wie ein tief und fromm Gebet
Durch mein ungläubig Herz, und leis,
Verstohlen, nach frommer Beter Weis,
Kreuz ich die Finger: Hoffen und Lieben,
Die treu mir alle Tage geblieben,
Wendet auch diesem Kind euch zu,
Streut eure Rosen vor seinem Schuh,
Daß es gleich mir mit hellem Mut
Spricht dereinst: Das Leben ist gut.

Du aber, Liebe, reich mir sacht
Das Glas jetzt, ihr seis dargebracht.
"Mein Fräulein, Ihr spezielles Wohl." -
Daß doch der Teufel das Rotwerden hol!

Quelle:
Ausgewählte Gedichte
von Gustav Falke
Hamburg 1908
www.zeno.org Zenodot Verlagsgesellschaft mbH
 

Goldne Biene.

Posted by Admin on Mai 12, 2011
Filed under Uncategorized | Comments (12)

Bei seiner Ahnenkammer unterm Grabe, besummt von goldner Bienen Schwebekranz, stand, als ich ankam, ein gewogner Knabe. Er wähnte wohl des eignen Blutes Glanz, bedachte uns mit Süße seiner Wabe – mein Attika – und du umfingst mich ganz. Je nach den Jahreszeiten, der Beschaffenheit der Bienen, der Örtlichkeit des Aufenthaltsorts und vorzüglich der Pflanzen, welche sich den Bienen darbieten, fällt der Honig sehr verschieden aus. Die wilden Bienen geben den Wald- oder wilden Honig. Der noch nicht von den Waben geschiedene Honig heißt gezeidelter, Roos- oder Rosenhonig, Scheibenhonig, wogegen der geseimte oder abgelassene Honig vom Wachs bereits getrennt ist, und Stein- oder Zuckerhonig den alten in den Waben verhärteten Honig bezeichnet. Außerdem benennt man den Honig auch nach den Pflanzen, von denen er gewonnen und nach den Jahreszeiten, in denen er eingetragen worden ist. Der Honig läßt sich unter Anwendung der gehörigen Vorsicht Jahre lang aufbewahren. Die Ameisen werden durch einen Streif Asche rings um den Honigtopf von diesem abgehalten. Abgeschäumter Honig, wie ihn die Apotheken haben, wird durch Kochen des Honigs mit Wasser, Abschäumen und Filtriren gewonnen. Den bedeutendsten Handel mit Honig treiben Rußland, Polen, Frankreich, Spanien und die Insel Malta. Die Biene vom Honigmann aber, wie gesagt, mit seinem ganzen Denken und Fühlen muß er erfaßt sein, dann kann er in der Wüste Gobi oder in der Antarktis oder in einem afrikanischen Urwald sitzen, und die Ausstrahlung seines Willens und Geistes, die gesammelte Bereitschaft in ihm, das tätige Herz werden die Menschen zu ihm hintreiben, wie Bienen durch die Emanationen einer reifen Blüte zu meilenlangem Flug bewogen werden. In der Luft hing der Duft von Lilien und Bienenwachs. Alex, der seit mehr als sieben Jahren kein festes Heim hatte und sich auch nicht nach einem gesehnt hatte, blieb wie angewurzelt stehen. Es hob den Kopf und sah Alex aus braunen Augen abschätzend an. S […]

Read more…

Frankfurt an der Oder.

Posted by Admin on Mai 12, 2011
Filed under Uncategorized | Comments (12)

Frankfurt an der Oder wie geht es? Oderkrebse und frischen Blumenkohl mit Bröseln, dazu las ich, denn Frankfurt war so spaßig. Karfreitag frug den Mixer an der Bar was man an Frankfurt rühmen soll. Mein Zug konnte nicht mehr warten und hatte Geld genug für ein paar Ansichtskarten. Aber während die zu Frankfurt tagten und auf dem Lande über Nacht die Freiheit anbrach, zogen die Söhne der Bauern mit ihren Büchsen aus und jagten bergauf und -ab, allein und in Gesellschaften, so lange fort, als noch ein Stück zu sehen war. Jetzt ist freilich das ganze Gebirge so ausgeschossen, daß man wochenlang herumsteigen kann, ohne eine Klaue zu erschauen; die älteren Bauern, die soliden und gesetzten, sind der Ansicht, wenn es so bliebe, wäre es fast am besten. Es gab da Gemsen in großen Herden und viel andere vornehme Jagd. Zwischen den Bauern und den Jägern besteht nämlich ein uralter Groll. Über Zitherspielen und Kegelschieben, Raufen und Fensterln steht der männlichen Jugend die Jagd, als das erste und höchste Vergnügen, über welches nichts mehr hinausgeht in dieser Welt. Dann hätten die ledigen Burschen keinen Anlaß, ihre Zeit mit der Büchse zu verderben und tagediebisch auf den Bergen herumzustrolchen, und ebensowenig hätte man andrerseits die lästige Anwesenheit der Jäger von Profession zu ertragen. Das war nun aber auf erlaubten Wegen nicht zu genießen; die Jäger standen wie mit flammendem Schwert vor dem Paradies des edlen Waidwerks, sie, die beneidenswertesten unter allen Menschen, die als Geschäft um guten Lohn dasselbe zu verrichten hatten, was den andern eine scharf verbotene Wonne war. Auch die guten Freunde aus der tirolischen Thiersee hatten sich fleißig eingefunden und verlebten einen heitern Sommer auf bayrischem Boden. Sich in einem solchen Raum zu entspannen, sich ein Buch aus einem der Regale zu nehmen und sich einen Brandy aus der Karaffe einzuschenken, in einem der üppigen Sessel am Kamin zu versinken All das kam ihm auf einmal äußerst verlockend vor. Der gesamte Raum strahlte eine einladende Wärme aus. […]

Read more…

Östliches Elbtal, Dresdener Heide und Friedewald.

Posted by Admin on Mai 12, 2011
Filed under Uncategorized | Comments (12)

Mit herrlichen Fernblicke in der Nähe von Cossebaude, vielbesuchte Sommerfrischen auf den Höhen der Lausitzer Seite, ausgedehnten Nadelwälder der Dresdener Heide und des Friedewaldes bedecken den ganzen Höhenrand der Elbhänge. Der Talkessel von Oberau und Weinböhla über Pillnitz nach Bonnewitz erscheint von der Elbtalaue aus als Gebirgszug mit gleichmäßigen Höhen nach Südosten über Hohnstein bis Hinterhermsdorf an der Ostgrenze des Sandsteingebiets der Sächsischen Schweiz. Der Gebirgsteil an der Südwestseite der großen Lausitzer Verwerfung ist abgesunken, die Ablagerungen des Kreidemeeres, sowohl auf den Hochflächen des Lausitzer Gebiete, als auch auf den Vorstufen des Erzgebirges, über die sich das Kreidemeer ausdehnte, durch Verwitterung und Abtragung bis auf wellige Reste, das Sandsteingebirge der Sächsische Schweiz gebildet. […]

Read more…

Lenznacht.

Posted by Admin on Mai 12, 2011
Filed under Uncategorized | Comments (12)

Schmeichelnd um die Stirne streicht mir der Lenznacht weicher Odem, aus den feuchten Beeten steigt Erdgeruch und Nebelbrodem. Läßt der holde Lenz sich nieder, Sanft umschwärmt vom lauen West, Senkt der Vogel sein Gefieder, Bauet liebend sich ein Nest. Am 11. August 1929 wurde die Waldidylle westlich der Bornematzenbrücke eingeweiht. Der Masseneiwald mit den angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen ist Landschaftsschutzgebiet. Der Name Massenei kann von dem oberwendischen Wort mjezown für Grenze oder der Waldmast für Schweine (Masterei) abgeleitet sein. Von 1961 bis 1991 befanden sich am Kreuzungsbereich Kleiner Stern eine Fla Raketenstellung der NVA in einem 360 Hektar Sperrgebiet. Aus dem Walde heraus vernimmt er lautes Hundegekläff, Pferdegetrappel, lautes Hussaschreien, das allmählich in der Ferne verstummt; auch Schellengeläute hört er hinter sich, es klingt, als wenn ihm ein Schlitten nachgejagt komme. Am 04.07.1929 vernichtete eine Naturkatastrophe etwa 21.000 Festmeter Holz. Am 23.07.1935 wurde das Masseneibad eingeweiht. Forstleute, Waldarbeiter und Fuhrleute sind im Schmetterholze manchmal geäfft worden. Damals trieb man wahrscheinlich Schweine zur Mast in den Wald. Die Landesherren gingen in der Massenei zur Jagd. Selbst solchen Personen ist es wiederholt begegnet, die nicht gerade zu den Furchtsamen und Abergläubigen gehören. In Kriegszeiten dienten die Massenei den Einwohnern der Umgebung als Zufluchtsort. Die Massenei ist des Rest des vom römischen Geschichtsschreiber Tacitus beschriebenen Herocynischen Waldes der sich 60 Tagesreisen weit nach Norden erstreckte. Das graue Männchen scheint aber harmloser Natur zu sein, man hat noch nicht gehört, daß dasselbe jemandem ein Leid zugefügt habe. Bis 1892 war dieser Wald noch sächsischkurfürstliches Jagdgebiet. Eine Urkunde aus dem Jahre 1241 berichtet von der Grenze zwischen dem Markgrafentum Meißen und der böhmischen Oboe aus Sitz beziehungsweise dem Bischofsamt Stolpen. Bis 1892 wurde die Massenei vom König für die Jagd genutzt. Außerdem bestand die Sorge, dass die Ostjuden durch ihre Erscheinung und ihre fremden Gebräuche alte Ressentiments von neuem beleben könnten  zumal gerade gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Wien und anderswo das Phänomen des Antisemitismus immer stärker um sich griund folgende Zur Wiederentdeckung der Kultur des Ostjudentums hat es eines Martin Buber bedurft. […]

Read more…

Dummheiten und kein Ende! .

Posted by Admin on Mai 12, 2011
Filed under Uncategorized | Comments (12)

Wenn ich solch' ein Dickkopf wäre, Huck Finn, dann hielt ich mein M-, das würd' ich thun, gewiß und wahrhaftig. Wer in der Welt hat je gehört, daß ein Staatsgefangener auf einer Bastleiter entwichen wäre. 's ist rein zum Totlachen! In der Nacht vom 13. zum 14. Februar 1945 wurde der Große Garten durch die Alliierten Bombenangriffe beträchtlich zerstört. Viele Dresdner, die sich in jenen Tagen in den Großen Garten geflüchtet hatten, fanden dort ihren Tod. Alle Gebäude des Parks wurden stark beschädigt. Nach dem Krieg wurden einzelne Gebäude wieder aufgebaut und der Große Garten erhielt den Charakter eines Volks- bzw. Kulturparks. Während seiner über 320jährigen Geschichte wurde der Große Garten nie grundlegend verändert. Deshalb liegt dieser Park auch heute noch in seiner barocken Grundform vor. Daraus wird u. a. sein denkmalpflegerischer Wert abgeleitet. Auch wollten die Leute erfahren haben, daß Dulichius mit dem leibhaftigen Teufel in Verbindung stehe; denn am 7. Oktober 1652 war der Gefangene bei verschlossenen Türen vom Turme gestiegen und hatte mit mehreren Personen auf der Gasse gesprochen und am anderen Morgen sich doch wieder in seinem Gefängnis befunden. Er wurde für einen Zauberer, Hexenmeister und Teufelsbündler erklärt, und man sprach über ihn das Todesurteil aus. Da halfen nun nicht mehr die Bitten und Tränen des unglücklichen Gefangenen. Die Feinde wollten ja über ihn triumphieren. Caspar Dulichius wurde am 8. Juli 1655, nach einer anderen Angabe bereits am 3. Juni, auf dem Marktplatze in Kamenz öffentlich mit dem Schwerte hingerichtet. Seine letzten Worte waren: Mein Gott und Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist! So starb ein Mann, der das Opfer seiner Feinde und des furchtbaren Aberglaubens seiner Zeit geworden war. Das waren die Zustände der so oft gepriesenen guten, alten Zeit. Absolut im Turm gefangen - Hieraus geht hervor, daß der Blutastrild mehrmals im Jahre brütet, und dies stimmt denn auch mit den Erfahrungen überein, die an Gefangenen dieser Art gesammelt wurden. Die Eier werden binnen dreizehn Tagen gezeitigt, die Jungen mit Kerbtieren und vorher im Kropfe aufgeweichten Sämereien aufgefüttert. […]

Read more…