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Unschuld

Knarrt die Tür und durch halben Spalt
Schiebt sich die zierlichste Gestalt,
Trägt eine Tulpe in der Hand:
Sieh mal, Papa, was Ursel fand.

Wirklich? Was du nicht sagst. Ei seht!
Die schönste Tulpe vom ganzen Beet.
Gefunden hast du den Feuerhelm?
Ich fürchte, du flunkerst, kleiner Schelm.

Sie kichert und guckt in den Kelch hinein,
Freut sich, und ich soll böse sein?
Gelbt sich am Griffel das Näschen und macht
Hatschi, hatschi, ganz fein und sacht.

Hellstes Glück, kindliche Lust,
Die keines Bösen sich bewußt,
Lautere Unschuld, die nicht wägt,
Ob ihr Tun auch Tränen trägt.

Dienert nicht lange: Mit Verlaub?
Nimmt sich von allem ihren Raub,
Liebt, was leuchtet, schmaust, was schmeckt.
Für wen ist denn der Tisch gedeckt?

Ist mirs auch um die Tulpe leid,
Fühl keinen Zorn, nur leisen Neid:
Viel schönere Blumen weiß ich stehn,
Und muß daran vorüber gehn.

Quelle:
Ausgewählte Gedichte
von Gustav Falke - Hamburg 1908
www.zeno.org Zenodot Verlagsgesellschaft mbH

vorsorglicher Lebensgefährte und schlichter Ritter welches du in keinster Weise siehst! .

Posted by Admin on Mai 12, 2011
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Er hat den Sohnemann des Scheik wahrhaftig befreit? Anhand Bluff oder Gewalt? Vermittels Gaunerei. So ist er ein unerschrockener ebenso wie entschlossener, gleichwohl auch ein vorsorglicher Kerl gewesen. War er ein schlichter Soldat? Mitnichten. Es war der Scheik Mohammed Emin selbst. Chodih, du erzählst mir ein Wunder! Aber ich verstehe es, zumal du es berichtest. Werden sie unangefochten nach ihren Rasenplätzen kommen? Das weiß nur Allah und du. Ich? Wie meinst du das? Ja, du. Ich habe gehört, daß sie sich wirklich nicht nach dem Abendland, stattdessen in das Land Berwari umdrehen werden, um den Zab zu erreichen ja sogar auf ihm abwärts zu gondeln. Emir, das ist ein gewichtiges Ereignis. Die beiden Titelpersonen sollten mir sehr willkommen sein, falls sie zu mir kämen. Wann ist die Flucht gelungen? In der Nacht vor gestern. Woher siehst du das so präzise? Hast du sie erblickt? Alle zwei. Auch du siehst sie, denn sie sitzen an deiner Seite. Welcher Mann ist Mohammed Emin, der Scheik der sich Gott Unterwerfenden. Gaunerei, einfach und Sicherheit Seit den Terroranschlägen von Sharm el Sheikh vom Juli stellt sich verstärkt die Frage nach der Sicherheit im Land. In keiner Weise ist die Gefahr weg zu diskutieren, die von jedem Ort, an den viele Menschen zusammen kommen, ausgeht. Ob aus diesem Grund Ägypten nun besonders gefährdet ist, ist eine andere Frage. Bereits seit dem Anschlag in Luxor hat die ägyptische Regierung ihre Bemühungen zum Schutze der Touristen verstärkt. Dies gilt im besonderen Masse nun seit den jüngsten Attentaten. Zu den Sicherheitsmassnahmen der Regierung gehört die Begleitung von Touristenbussen und -zügen sowie sonstigen touristischen Ausflugsfahrten im Niltal sowie von dort nach Hurghada durch Fahrzeuge der Sicherheitsbehörden. Diese Massnahmen bringen es mit sich, dass alle Touristenfahrzeuge in dieser Region nur im Konvoi fahren dürfen. Auf den Flughäfen in Kairo, Hurghada und Sharm el Shaikh werden erhöhte Sicherheitsmassnahmen ergriffen. Passagiere und Gepäck werden dort verstärkt kontrolliert. […]

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Qual und Leid.

Posted by Admin on Mai 12, 2011
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Den letzten Blick in das bleiche Gesicht, du einsame Mutter, weine nicht! So trüb' die Sorge dein Haupt umspinnt, so friedlich und sorglos schläft dein Kind! Sie nahmen es bald von deiner Seit'; sein kurzes Leben war Qual und Leid, Mit den Bewegungen übereinstimmend, hatte die Königin in Antwerpen einen Ausfall auf das linke Scheldeufer unternommen u. war bis Lokeren auf dem halben Weg nach Gent vorgedrungen, kehrte aber auf die Nachricht, daß Er sich nach Lille zurückgezogen habe, wieder um. Die Festung Bergen op Zoom war von dem englischen General Graham eingeschlossen, welcher in der Nacht zum 9. März eine Überrumpelung versuchte, die vollständig mißlang, 1 General u. 300 Mann waren geblieben, 2 Generäle u. 2000 Mann wurden gefangen. Auch von Condé, Philippeville, Maubeuge u. Ostende aus machten die Franzosen Ausfälle, der von Antwerpen am 17. März wurde abgewiesen. Am 12. März traf Thielmann mit 7000 Mann sächsischer Landwehr in Brüssel ein u. verstärkte so das 3. Armeecorps bis auf 19,500 Mann. Borstell u. der Herzog von Weimar konnte nun, die Streifcorps mitgerechnet, über 28,000 Mann verfügen. Mit diesen wollte er Maubeuge überfallen, berannte diesen Platz den 21. März, nahm das dortige verschanzte Lager u. beschoß die Stadt, verwandelte aber später die Belagerung in eine Blockade. Er benutzte aber seine Abwesenheit, um aus Lille einen Ausfall gegen Courtray zu machen, während Carnot von Antwerpen Truppen nach Gent entsendete. Dort vereinigten sich beide Garnisonen zu einem Corps von 13,000 Mann mit 36 Kanonen. Thielmann besetzte, um Maison den Rückzug abzuschneiden, Courtray mit 5000 Mann, kehrte aber am 27. März vor der Übermacht der Franzosen nach Tournayzurück, um von Oudenaarde Verstärkungen an sich zu ziehen. Berge für die besten Aussichten ins Zittauer Gebirge. Der Gang endet in einem hohen und weiten Gewölbe. Dann springt er aber vor freudiger Erregung auf das graubärtige Männlein zu, erfaßt dessen eiskalte Hand und ruft überglücklich aus: Ich danke Euch! […]

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Die Schlacht bei Jena.

Posted by Admin on Mai 12, 2011
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Der Krieg von 1806 traf Weimar schwer, der Herzog stellte sein Jägerbataillon für Preußen und nahm am Feldzuge als preußischer General der Cavallerie Theil. Die Schlacht bei Jena wurde auf Weimarischem Gebiet geliefert und das Land von den Siegern besetzt, und nur das kluge Benehmen der Gemahlin des Herzogs, Luise, gegen Napoleon rettete den Staat von der Auflösung. Der Herzog legte seine Befehlshaberstelle im preußischen Heere nieder und trat am 15. Decbr. 1806 zugleich mit den übrigen Herzögen der Ernestinischen Linie dem Rheinbunde bei; sein Contingent, 800 Mann, stand 1807 mit vor Kolberg und focht 1809 in Tyrol, 1810 und 11 in Spanien, 1812 in Rußland und 1813 bei Magdeburg. Die Napoleonischen Kriege in Oberösterreich. Anfangs 1814 hatte Napoleon Macdonald aus den Niederlanden zurückberufen u. übertrug Er die fernere Vertheidigung. Am 15. Febr. wurde Tournay u. Courtray besetzt u. am 20. Febr. capitulirte Gorkum, u. nun marschirte die preußische Brigade Zielinski erst vor Mastricht, dann ihrem Corps nach. Der russische Oberst Geismar u. der preußische Major Hellwig machten zu dieser Zeit mehre Streifzüge, überfielen Depots u. machten Gefangene; der Letztere wurde aber am 22. Febr. von Ypern nach Courtray u. von da nach Oudenaarde zurückgetrieben, u. am 24. Febr. besetzte Er Courtray wieder u. machte Miene nach Gent vorzudringen, da indessen die Anhaltthüringische Brigade (etwa 5000 Mann stark) unter Prinz Paul von Württemberg, welche am 26. Febr. in Brüssel angekommen war, nach Alost u. Termonde geschickt wurde, so kehrte Er nach Courtray zurück. Am 1. März unternahm Hobe eine Recognoscirung von Tournay aus nach Courtray, rückte nach einem hitzigen Gefechte mit einer aus Lille kommenden Abtheilung Franzosen am 2. März bis vor Courtray, fand aber hier am 3. März ernsten Widerstand, indem Er mit 4000 Mann u. 18 Kanonen Lille verlassen hatte, um die Verbündeten zu allarmiren. Hobe zog nun nach Oudenaarde, wurde hier von Maison am 5. März erfolglos angegriffen u. bestand am 7. März ein bedeutendes Gefecht bei Courtray, in Folge dessen Er diese Stadt räumte u. sich nach Lille zurückzog. […]

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