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Das Mädchen mit den Rosen

Zwei Rosen, die an einem Strauch
Zusammen aufgeblüht,
Von einem knospenhaften Hauch
Noch lieblich überglüht,

Ein Mädchen brach wohl über Tag
Das schwesterliche Paar:
Der Mutter, die im Sterben lag,
Bracht sie die eine dar,

Die andre aber legte dann
Mit ihrem ersten Schmerz
Sie weinend dem geliebten Mann,
Trostheischend, an das Herz,

Und glühte selig auf und stund,
Noch halb den Tod im Sinn,
Und bot den jungen Rosenmund
Dem warmen Leben hin.

Quelle:
Ausgewählte Gedichte
von Gustav Falke - Hamburg 1908
www.zeno.org Zenodot Verlagsgesellschaft mbH
 

Am Hügel verlischt der Glanz.

Posted by Admin on Mai 12, 2011
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Hinüber wall ich, und jede Pein wird einst ein Stachel der Wollust seyn. Noch wenig Zeiten, so bin ich los, und liege trunken der Lieb' im Schooß. Unendliches Leben wogt mächtig in mir ich schaue von oben herunter nach dir. An jenem Hügel verlischt dein Glanz. Dem Faun sinkt Ohr und Muth; Er kehrt mit kühlerm Blut Beim ersten Morgenblick Zu seinem Schlauch zurück: Er denkt, mich zu erhenken, Da müßt' ich albern seyn; Ich will die Liebespein In süßem Most ertränken! Der junge Satyr nur Verfolgt der Dryas Spur; Er reckt sein langes Ohr Bei jedem leisen Zischen Aus dem Gesträuch hervor, Ein Nymphchen zu erwischen, Das in den finstern Büschen Vielleicht den Weg verlor. Er sucht im ganzen Hain Mit wohl zerzausten Füßen; Umsonst! der Göttin Dräun Zwang sie, sich einzuschließen; Die armen Mädchen müssen Für kürzre Nächte büßen Und schlafen jetzt allein. Der Rehbock war der Teufel gewesen, der sich die Seele nicht entgehen hatte lassen. Der Priester konnte nur schwer zu dem Häuschen auf dem Berge kommen, weil ein Gebirgsbach den Steg weggerissen hatte, er brauchte eine Stunde länger. Als der Priester endlich ganz durchnäßt eintrat, entfuhr dem Sterbenden ein Schrei und als der Priester das Allerheiligste auf den Tisch stellte, war er verschieden. Währenddessen sah der Wilderer von seinem Lager aus einen Rehbock am Fenster, der ihn unverwandt ansah. Hier ist vorzüglich jene Nachtseite der menschlichen Natur in Betrachtung zu ziehen, welche bis heute zum Theil noch nicht erhellt wurde, die Manie, gewisse Mitmenschen des Umganges mit dem Erzfeind dem Teufel zu beschuldigen, eine Sucht, welche ein neues Verbrechen feststellte: die Zauberei. Unerklärlich in sehr vielen Fällen ist die Selbstanklage jener unglücklichen Verdächtigen, die, der Hand des Scharfrichters überliefert, in quälende Instrumente gepreßt, die übertriebensten Aussagen machten, um nur auf Augenblicke von der Pein erlöst zu werden, welche die Hand des Folterers ihnen durch Anlegung grausiger, mit teuflischem Scharfsinne zusammengesetzter Maschinen verursachte. […]

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Löwentatzen.

Posted by Admin on Mai 12, 2011
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Sie trank mir fast den Odem aus und endlich, wollustheischend, umschlang sie mich, meinen armen Leib mit den Löwentatzen zerfleischend. Entzückende Marter und wonniges Weh! Der Schmerz wie die Lust unermeßlich! Derweilen des Mundes Kuß mich beglückt, verwunden die Tatzen mich gräßlich. Die Nachtigall sang: "O schöne Sphinx! O Liebe! was soll es bedeuten, daß du vermischest mit Todesqual all deine Seligkeiten? ie Schmerzen waren fürchterlich. Die Feinde wollten ja über ihn triumphieren. Seine letzten Worte waren: Mein Gott und Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist! So starb ein Mann, der das Opfer seiner Feinde und des furchtbaren Aberglaubens seiner Zeit geworden war. Das waren die Zustände der so oft gepriesenen guten, alten Zeit. Da halfen nun nicht mehr die Bitten und Tränen des unglücklichen Gefangenen. Caspar Dulichius wurde am 8. Juli 1655, nach einer anderen Angabe bereits am 3. Juni, auf dem Marktplatze in Kamenz öffentlich mit dem Schwerte hingerichtet. Die Schmerzen waren fürchterlich. Die Feinde wollten ja über ihn triumphieren. So starb ein Mann, der das Opfer seiner Feinde und des furchtbaren Aberglaubens seiner Zeit geworden war. Das waren die Zustände der so oft gepriesenen guten, alten Zeit. Da halfen nun nicht mehr die Bitten und Tränen des unglücklichen Gefangenen. Er wurde für einen Zauberer, Hexenmeister und Teufelsbündler erklärt, und man sprach über ihn das Todesurteil aus. Seine letzten Worte waren: Mein Gott und Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist! Caspar Dulichius wurde am 8. Juli 1655, nach einer anderen Angabe bereits am 3. Juni, auf dem Marktplatze in Kamenz öffentlich mit dem Schwerte hingerichtet. Da lauschen alle Herzen, Und alles ist erfreut, Doch keiner fühlt die Schmerzen, Im Lied das tiefe Leid. Nichts war jammernswerter, als der Anblick so vieler Leichen u. der Verlust an Eltern, Ehegatten u. allernächsten Freunden. Unzählige Thränen flossen aus den Augen aller, u. wer noch des andern Tages sich auf den Gassen umsehen wollte, konnte mit unbedeckten Füßen auf dem erhitzten Pflaster nicht fortkommen. […]

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Blicke richteten sich auf den Doctor.

Posted by Admin on Mai 12, 2011
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Hören Sie nicht auf ihn, antwortete dieser mit ruhiger Miene. Das ist eine Frage, die man nicht mit ihm erörtern darf; er weiß im Grunde recht gut, daß er mitreisen wird. Du bist ausgemessen, Du bist gewogen, Du bist mitsammt Deinem Pulver, Deinen Flinten und Kugeln in unser Luftschiff eingepaßt; so laß uns nicht mehr davon sprechen. Und wirklich öffnete Dick von diesem Tage bis zur Ankunft in Zanzibar nicht mehr den Mund; er sprach ebenso wenig von der Reise wie von etwas Anderem. Er schwieg. Das deutsche Unternehmen Cargolifter AG wurde mit dem Ziel gegründet,Schwerlasttransporte durch eine Vervielfachung der maximalen Nutzlast und Ausschaltung von transport- und indirekt auch konstruktionstechnischen Beschränkungen großer Industrieanlagen zu revolutionieren. Straßenschwertransporte sind hierzulande an ein Maximalgewicht von etwas über 40 Tonnen und die festgegebene Straßenbreite sowie längenmäßig an die vorhandenen Kurvenradien gebunden. Für ein Vielfaches, nämlich Lasten von bis zu 160 Tonnen, sollte dazu Ende der 1990er Jahre ein Frachtluftschiff gebaut werden: der CL160. Das Unternehmen errichtete dazu im brandenburgischen Brand (Gemeinde Halbe) die größte freitragende Halle der Welt als Luftschiffwerft. Nach Beginn der Arbeiten am Luftschiff CL160 ging dem Betrieb allerdings zwischenzeitlich das Geld aus. Den Kritiken und Spekulationen war zu entnehmen, dass Investoren und Kunden offenbar nicht mehr genügend Vertrauen in die technische und wirtschaftliche Umsetzbarkeit des Projekts hatten. Schließlich musste die Cargolifter AG Anfang Juni 2002 Insolvenz anmelden. Das Projekt blieb unvollendet, die Werfthalle wurde 2004 zum Freizeitpark Tropical Islands umgebaut. Die größte deutsche Konkurrenz der Firma Luftschiffbau Zeppelin GmbH war die Firma Luftschiffbau Schütte-Lanz in Mannheim, 1909 gegründet von Johann Schütte und Karl Lanz. Das erste Schiff S.L.-I stieg 1911 auf. Dieses Luftschiff bewährte sich jedoch nicht. Mit S.L.-II, das als Standardluftschiff des Ersten Weltkrieges bezeichnet wird, gelang es Schütte, einen technischen Vorsprung zu den Zeppelin-Luftschiffen zu schaffen, jedoch konnte das System Schütte-Lanz nie Zeppelins Erfolge feiern. Schütte-Lanz belieferte ausschließlich das deutsche Militär. Im Gegensatz zu den Zeppelinen besaßen alle SL-Luftschiffe ein Gerippe aus Sperrholz. Nach dem Ersten Weltkrieg mussten wegen des Versailler Vertrages fast alle Luftschiffhallen des Deutschen Reiches abgerissen bzw. als Reparationen abgeliefert werden. Nur eine Bauhalle auf der Zeppelinwerft in Friedrichshafen und eine Halle im Luftschiffhafen Seddin bei Stolp blieben erhalten. Das (unter anderem) bedeutete das Aus für Schütte-Lanz als Luftschiffbauer. Lediglich der Sperrholzbau blieb erhalten und wird heute von der finnischen Firma Finnforest betrieben. […]

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Philosophen wissen, Toren fragen.

Posted by Admin on Mai 12, 2011
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Laßt uns den Priester Orgon fragen: Wer ist der größte Mann? Mit stolzen Mienen wird er sagen: Wer sich zum kleinsten machen kann. Laßt uns den Dichter Kriton hören: Wer ist der größte Mann? Er wird es uns in Versen schwören: Wer ohne Mühe reimen kann. Laßt uns den Hofmann Damis fragen: Wer ist der größte Mann? Er bückt sich lächelnd; das will sagen: Wer lächeln und sich bücken kann. Wollt ihr vom Philosophen wissen, wer ist der größte Mann? Aus dunkeln Reden müßt ihr schließen: Wer ihn verstehn und grübeln kann. Dank der geschickten Führung von Vizeadmiral Gravina konnte die britische Flotte ausmanövriert werden, aber zwei spanische Linienschiffe mussten die Segel streichen. Die hereinbrechende Nacht zwang die Gegner, das Feuer einzustellen. Kopien dieser an alle Nationen gerichteten Schrift wurden den Vertretern der Mitglied-Nationen des Sozialen und ökonomischen Rates über mittelt; desgleichen dem Vorsitzenden der Liga für Menschenrechte und gewissen besonderen Behörden von nicht politischen Organisationen mit beratendem Status. Es wurde weiterhin versichert, daß desgleichen Auszüge davon an die Unterkommission zur Verhütung von Diskriminierung und zum Schutz der Minderheiten gesandt werden würden. Daraufhin ging bei dem amerikanischen Nationalen Geistigen Rat ein höfliches und zusagenden Schreiben vom Staatsdeparte ment in Washington ein, in dem der Empfang dieses Appells bestätigt wurde, während der Vorsitzende der Liga für Menschenrechte seinerseits an den Sekretär des amerikanischen Nationalen Geistigen Rates ein Schreiben richtete, in dem er ihm mitteilte, daß sowohl der Brief wie auch das an ihn gerichtete Bittgesuch an die Kommission für Menschenrechte weitergeleitet werden würde, und daß man Abschriften davon an die Persische Regierung senden wolle. Als weitere Maßnahme zur Abhilfeschaffung wurde von der amerikanischen Bahá'í-Gemeinde mit einem Aufwand von vierzigtausend Dollar eine öffentliche Pressekampagne durchgeführt, die der Proklamation der Grundwahrheiten des Glaubens, der Ziele und Absichten seiner Anhänger und der Erschwerungen, welche die überwältigende Mehrheit seiner Anhänger im Land seiner Geburt zu erdulden hatten, besonderen Nachdruck verleihen sollte. […]

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Der Schlund des Vulkans, welcher .

Posted by Admin on Mai 12, 2011
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die Verbindung zwischen den unterirdischen Schichten und dem Krater herstellte, war seiner Tiefe nach nicht mit den Augen abzuschätzen, da er sich in der Dunkelheit verlor. Ueber das vollständige Verlöschen des Vulkans konnte man jedoch keinen Augenblick im Zweifel sein Noch vor acht Uhr befanden sich Cyrus Smith und seine Gefährten auf dem Gipfel desselben, auf einem kleinen konischen Hügel, der am nördlichen Rande einer großen Blase ähnlich erschien. Bevor ein Vulkan ausbricht, sammelt sich zunächst das zähflüssige Magma in einer Kammer, die mehrere Kilometer unter der Erdoberfläche liegt. Diese Kammer ist durch einen Schlot mit der Erdoberfläche verbunden. Gase wie Schwefelwasserstoff oder Kohlenstoffdioxid bauen in der Kammer einen enormen Druck auf. Wird der Druck zu groß, bricht der obere Gesteinsdeckel auf und das Magma sucht sich seinen Weg an die Oberfläche. Je nach Zusammensetzung des Magmas und der Gase kann der Ausbruch eines Vulkans unterschiedlich stark ausfallen. Er brachte ihn sogleich zu dem herrschenden Rat der Siedlung. Wenn es die Erdoberfläche erreicht hat, entsteht ein neuer Vulkan. Bei manchen Ausbrüchen wird das Oberflächengestein kilometerweit in die Luft gestoßen. Ganze Bergkuppen können dabei weggesprengt werden, wie zum Beispiel beim Ausbruch des Mount St. Helens im Jahr 1980. Dabei bildete sich auch ein sogenannter Lahar, eine kochend heiße Lawine aus Geröll- und Ascheschlamm, die sich mit mehr als 100 Kilometern pro Stunde die Flanke hinabbewegte. Ich merkte, daß ich eine gewisse Neugier erweckte; man hatte von mir schon gehört und musterte mich höchst ungeniert, sogar mit dem Ausdruck einer gewissen Überlegenheit, mit dem man in einer Schule einen Neueingetretenen oder in einem Amtslokal einen Bittsteller anzusehen pflegt. Er verschaffte irgendeinen kleinen Kessel und sogar eine Tasse, knochte Wasser und brühte den Tee auf, diente mir mit einem Worte mit ungewöhnlichem Eifer, womit er einen der Kranken zu einigen giftigen Bemerkungen über mich verleitete. Schließlich hielt er es nicht mehr aus. Er war ein schon ergrauter Soldat; in seinem Gesicht stand geschrieben, daß er log. Er sprach mich als erster an, fragte mich neugierig aus und erzählte mir recht ausführlich von den äußeren Einrichtungen des Hospitals. […]

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