suchen und finden

Der törichte Jäger

Er zog hinaus, das Glück zu fangen,
Und jagte mit erhitzten Wangen
Bis in den späten Abendschein.
Umsonst, es war ein schlimmes Jagen,
Er kehrte müde und zerschlagen
In seine warme Hütte ein.

Da saß in schlichtem Werkelkleide,
Dem wilden Jäger schier zu Leide,
Am Herde eine stille Magd.
Sie reichte ihm den Trunk, den Bissen,
Und ging zu Hand ihm, dienstbeflissen,
Wie es dem dem müden Mann behagt.

Sie hatte still sich eingefunden
Und ungefragt, vor Jahr und Stunden,
Und ihre Treue nahm er hin.
Heut saß sie blaß zu seinen Füßen,
Er ließ sie seinen Unmut büßen,
Das flüchtige Wild lag ihm im Sinn.

Und muß ich mich zu Tode hetzen,
Es soll mein heißes Herz ergetzen,
Rief er und rief sein letztes Wort,
Und kehrte grollend ihr den Rücken
Und setzte über Traumesbrücken
Die Jagd nach seinem Wilde fort.

Am Morgen, eh die Vögel girrten,
Erwacht er. Seine Blicke irrten
Schlaftrunken über Bett und Wand
Und hin zum Herd. Da stand im Scheine
Des Feuers, bleich am weißen Steine,
Die Magd, ihr Bündel in der der Hand.

Wohin? Was treibt dich? - Laß mich wandern,
Mein Dienst gehört jetzt einem andern,
Leb wohl, ich kehre nicht zurück.
Schon stand sie draußen vor der Pforte,
Er hört nur noch die Abschiedsworte:
Vergiß mich nicht, ich war das Glück.

Quelle:
Ausgewählte Gedichte
von Gustav Falke - Hamburg 1908
www.zeno.org Zenodot Verlagsgesellschaft Verlagsgesellschaft mbH
 

Wolkenfetzen in dem Hurrikan.

Posted by Admin on Mai 12, 2011
Filed under Uncategorized | Comments (12)

Dämmrige Dunkelheit relaxt oberhalb dieser Ortschaft. Es ist milde, so gut wie warm, Beginn Dezember. Höllisches Fegen beginnt wie auch bringt die Winterzeit von einen Bergen. Wie ein großer Chor erklingt er über die Wohngebäude. Die Gehölze biegen wie auch strecken sich ebenso wie knacken bei seinem Schütteln, alte Äste bersten zu Boden, welches faul, zu kümmerlich wie kraftlos ist, bricht wie dürres Röhricht. In der Tiefsinn des Himmels zucken die verlöschenden Sterne zwischen gerissenen Wolken, die wie Flaum davon geweht werden. Die Gesamtheit was absolut nicht niet- wie nagelfest ist räumt er auf. Der Erdbegleiter wird hiervon gelutscht und verkriecht sich hinter gemeinsam gewehten Wolkenteilen. Er hatte bisherig kaum etwas gefrühstückt als einige Schneeflocken, die ihm in den Mund geflogen, wie er sah noch geringer ab, wo das kärgste Mittagbrot herkommen sollte. Das Sporteln fiel ihm äußerst schwierig, ja schien ihm gänzlich unmöglich, weil er über dessen hautfarbenen Sonntagskleide, welches sein einziges war, einen weiten dunkelgrauen Radmantel trug, mit schwarzem Sammet ausgeschlagen, der seinem Träger ein schönes und romantisches Erscheinungsbild verlieh, zumal dessen lange Zeit schwarze Haupthaare ebenso wie Schnurrbärtchen sorgfältig gehalten waren ebenso wie er sich blasser, aber regelmäßiger Gesichtsform erfreute. Wie die eher kleine Gerda ging ganz sicher ebenso wie frischen Mutes vorwärts. Schneeflocken wie schneeweiße Mücken Fahren in Gruppieren quer im Sturmwind. Die Schneiderin trug in ihrer Beutel nichts als einen Fingerhut, welchen er, in Abwesenheit einer Münze, unablässig unter den Händen drehte, wenn er der kalten Temperatur wegen die Handfächen in deine Buxe steckte, wie die Finger schmerzten ihm hübsch von dem aktuellen Wenden wie Scheuern. Denn er zur Verfügung stellte auf Grund des Fallimentes irgendeines Seldwyler Schneidermeisters den Arbeitslohn über die Job gleichzeitig verlieren wie auswandern sollen. Manierlich, ich liebte einen Tau, seit ich zu denken konnte. An einem unfreundlichen Novembertage wanderte ein armes Schneiderlein auf der Bundesstrasse nach Goldach, der kleinen Gemeinde, die nur ein paar Stunden von Dresden fern ist. […]

Read more…

Dunkle Tiefe.

Posted by Admin on Mai 12, 2011
Filed under Uncategorized | Comments (12)

Was in dunklen Tiefen schlief, ruft ans Licht ein neues Werde - und die Kniee beug ich tief zur gebenedeiten Erde oder unter dem trockenen Gestrüppe von Sträuchern, die an einer geschützten Stelle wachsen, oder unter Steinen und ähnlichen Orten, welche dem scharfen Luftzuge nicht ausgesetzt sind, da wird er eine ungeahnte Mannigfaltigkeit von Käfern und Fliegen, Wespen und Spinnen, Wanzen und anderem Geziefer finden, hier und da einen Nachtschmetterling aus dem dürren Laube herausspazieren sehen, alle aber bemüht, sich so schnell wie möglich seinen Blicken wieder zu entziehen. Unter anderen hat man gesehen einen Drachen in der Größe eines dicken Baums mitten durch die Stadt schwimmen, dem eine große Menge der Attern und Schlangen gefolget, welche nachmals auf das Gestad getrieben worden und wegen ihrer Fäule eine große Pest verursachet. Und will man solches Elend niemand anderem zuschreiben, als der damaligen engelländischen viehischen Unzucht. Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, ewiger Frieden, oder kriegerische Auseinandersetzung. Diese Risslinie wird mit dem Wechsel der Kostümfarbe von weiß auf schwarz gezogen und signalisiert so zusätzlich bildhaft den Determinismus Tolstois bei der Darstellung seiner Romanfiguren. Auch gibt es einen deutlichen Bruch im Verlauf des dreigeteilten, 6-stündigen Abends, weg von den klaren, verständlicheren Spielszenen und Aussagen der Protagonisten hin zu einem freieren, verschlüsselten Assoziieren, was in einer der typischen Hartmann-Clownerien mit Ballerina und Narr mit überdimensionaler Narrenkappe kulminiert, die auch vor Kalauern nicht halt macht. Bismarck verstand es, auf seine dilatorische Methode ihn so lange hinzuhalten, bis die Friedenspräliminarien zu Nikolsburg unterzeichnet waren. Es konnte, durch das mexikanische Abenteuer geschwächt, am Rhein nicht einmal eine ebenso starke Armee aufstellen wie 1859 in Italien, und selbst dies hätte Wochen in Anspruch genommen. An eine Einwilligung zur Annexion deutscher Gebiete war natürlich für Preußen nicht zu denken: es hätte dadurch alles Vertrauen in Deutschland eingebüßt. Übrigens war Frankreich damals keineswegs in der Lage, Preußen mit Aussicht auf Erfolg entgegenzutreten. […]

Read more…

Lybiens Wüsten.

Posted by Admin on Mai 12, 2011
Filed under Uncategorized | Comments (12)

Wie wenn in Lybiens grausen Wüsten, Im glühend heißen Sand, Sich gattend ein Paar Schlangen nisten, Verderbend Flur und Land. Wenn dann in fröhlichem Getümmel Sich Schlang an Schlange schmiegt, Und nun in scheußlichem Gewimmel Die Brut im Neste liegt. Und wenn, wie ich sagte, um die Tugend des Moses zu sehen, nöthig war, daß das israelitische Volk in die Knechtschaft der Ägypter gerathen mußte; wenn, um die Seelengröße des Cyrus kennen zu lernen, die Perser von den Medern unterjnocht, und, damit des Theseus Werth zum Vorschein kam, die Athenienser zerstreut seyn mußten, so that es gegenwärtig noth, wenn eines Italischen Geistes Tugend erkannt soll werden, daß Italien dahin gerieth, wo es nun ist: daß es ärgere Sklavinn als Judäa, unterwürfiger als die Perser, zerstreuter als die Athenienser, ohne Oberhaupt, ohne Verfassung, gestäupt, verheert, berannt, zerfleischt war, und alle Arten des Verderbens über sich mußte ergehen lassen. Es ist alles dieses keine Parabel, auch keine Fabel, sondern lauter Gedanken, welche mir vorbilden, daß eine unglaubige Anzahl der unbehutsamen Adams-Kinder in das ewige Verderben gerathen wegen der Ehrabschneidung, massen bei dieser Welt solches Laster ganz gemein, wohl täglich, ja stündlich in allen Orten anzutreffen. An diesem Ort war eine unzählbare Menge der Verdammten bei einander: da war zu sehen ein neidiger Kain, ein großkopfeter Goliath, ein rothnasender Prasser, ein verbuhlter Vagao et cetera und viel Millionen anderer mehr. So bald ich mich aber in etwas wieder erhohlet, alsdann hab ich meinen Weg wieder weiter genommen, und kommen in die Gemein-Strasse, welche unerhört breit und lang war. Es ist mir vortragen worden, daß an diesem Ort, in dieser langen, weiten, breiten, tiefen Gasse lauter was? lauter Ehrabschneider im Verhaft liegen. Es ist mir zwar nachgehends eingefallen, wie daß der Schneider Anzahl sehr groß, als nemlich Kleiderschneider, Strohschneider, Steinschneider, Glassschneider, s. v. Sauschneider, Aufschneider auch gar viel. […]

Read more…

Infoportal für Handwerk, Gewerbe und Dienstleister - Konjunktur-Druck auf die Betriebe nimmt zu.

Posted by Admin on Mai 12, 2011
Filed under Uncategorized | Comments (12)

Infoportal für Handwerk, Gewerbe und Dienstleister, Klavierbau, Kaufmannsladen und Onlineshop, Orgelwerkstatt, Heimtextilien, Fahrschule, Fremdsprachenunterricht und Weiterbildung, Kutschfahrten, Betreuungsservice, Gewerbeverein, Metallbau, Präzisionsteilefertigung und Komplettfertigung im Stahlbau, Sanitär, Heizung, Klima, Autoglasmontage, Fahrzeugvermittlung gebrauchter Fahrzeuge, Biker-Club, Folienbeschichtung, Triker-Club, Glaserei, Bautischlerei, Tischlerei, Möbelbau, Kunstgewerbe, Zimmerei, Bauwerkstrockenlegung, Vertikalsperrung, Trockenbau, Beräumung, Fußbodenverlegung, Tiefbau, Entrümplung, Werbeagentur, Abbruch und Schüttguttransport, Schrotthandel, Containerdienst, Buntmetallankauf, Kläranlagen und Werbeanlagen. Im weitgehend bäuerlich geprägten Frühmittelalter spielten die sich später spezialisierenden Handwerkstätigkeiten wie die Verarbeitung von Nahrungsmitteln, die Herstellung von Textilien oder das Fertigen von Geräten und Bauten aus Holz noch eine verschwindend geringe Rolle gegenüber der häuslichen Eigenproduktion. Spezielle Arbeitstechniken, wie Bronzeguss, Malerei und Bildhauerei waren an Klöster gebunden. Erst im Hochmittelalter und mit der Städtebildung erhielten urbane Zentren ihre antike Bedeutung zurück. Die hergestellten Waren werden auf Märkten feilgeboten oder in Werkstätten und Läden ausgestellt und verkauft. Eine Ausnahmerolle spielen Baumeister und Steinhauer, die, von einer (Kirchen-)Bauhütte zur nächsten ziehend, über territoriale Grenzen hinweg Fertigkeiten, Innovationen und Stilentwicklungen verbreiten. […]

Read more…