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und wenn ich in der Lage wäre, würde ich den elenden Subjekten, welche solche Gerüchte unter der Hand verbreiten, meinen Zorn fühlen lassen. - Sie […] Mehr lesen

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Internet-Magazin Nacht Mond Hoffnung Angst Belogen Und Betrogen ...

Die Hoffnung der Rose im Kampf um die Liebe

Die Nacht über Verona beginnt wie ein feuchter schwerer Mantel.

Der Nachtzug spuckte mich am Bahnhof von Verona aus. Er hinterließ mich in einer verlorenen Kathedrale aus Gusseisen, deren vergoldete Verheißungen längst zu einem matten Gelb verblasst waren. Die Nacht senkte sich nicht sanft, sondern fiel wie ein nasser, schwerer Mantel über die Dächer. Ich war eine einsame Gestalt in einer Halle, deren gewölbte Decke so hoch aufstieg, dass sich die Kälte der Jahrhunderte darin gesammelt zu haben schien. Eine Kälte, die bis in die Seele kroch. Draußen wartete die Stadt in sich gekehrt, gleichgültig. Nicht auf mich. Meine abgetragenen Schuhe klangen hohl auf dem regennassen Pflaster, ein einsamer, monotoner Rhythmus in der alles verschluckenden Stille. Die Luft roch nach altem Kohlerauch, nach feuchtem Stein und nach etwas anderem, etwas tief Vergrabenem, das unter den Platten zu schlummern schien. Ich war nicht auf der Suche nach Antworten gekommen. Ich war vor den Fragen geflohen, die zu Hause an jeder Wand lehnten. Vor den Gesichtern, die mir Lächeln vorspielten, während ihre Hände im Verborgenen die Messer schliffen. Doch ich spürte es bereits, als ich die ersten Schritte tat: Diese Stadt würde mich einholen. Diese undurchdringliche Nacht würde mich finden. Dieses Wissen saß in jedem Knochen, ein dumpfer, vorausahnender Schmerz.

Der Abend des Betrugs begann mit Champagner und endete mit einem leeren Safe.

Es war erst drei Monate her, aber es fühlte sich an wie eine andere Lebenszeit. Sie hatten mich in das neue, elegante Restaurant am Hafen eingeladen. "Eine Feier unseres gemeinsamen Erfolgs!", sagte Lorenz, und seine Augen funkelten im Kerzenlicht. Sein Lächeln war breit und vertraut. Clara legte mir eine Hand auf den Arm, ihre Berührung warm und vermeintlich vertrauensvoll. "Du hast das alles möglich gemacht", flüsterte sie. Der Champagner schmeckte nach Triumph und Zugehörigkeit. Sie präsentierten mir die perfekten Zahlen, die glatten Grafiken auf dem Tablet. Das Projekt "Horizont" war ein voller Erfolg, unsere Investition hatte sich vervielfacht. Sie brauchten nur meine finale, notariell beglaubigte Unterschrift, um den Gewinn zu realisieren. Der Vertrag lag auf dem Tisch, die wichtigen Stellen mit gelben Markierungen versehen. "Vertrau uns", sagte Lorenz, während Clara mir den Füllfederhalter reichte. In ihrer Eile, meinen Arm zu berühren, stieß sie ein Weinglas um. Eine kleine Panne, die meine Aufmerksamkeit vom letzten, in kleiner Schrift gedruckten Absatz ablenkte. Ich unterschrieb. Das Lachen danach war lauter, herzlicher. Zwei Tage später war das Konto leer, der Safe geleert, und die Telefone waren stumm. Der perfekte Betrug war nicht in den Zahlen versteckt gewesen, sondern in der choreografierten Zerstreuung, in der beruhigenden Wärme einer Hand auf meinem Arm. Man hatte mich nicht nur bestohlen. Man hatte den Diebstahl in eine Geste der Kameradschaft gehüllt. Ich hatte nicht nur Geld verloren, ich hatte den Glauben an die Echtheit von Lachen und Blickkontakt verloren.

Die Stadt empfing mich mit einer Gleichgültigkeit beängstigender Stille.

Verona empfing mich mit einer Gleichgültigkeit, die beängstigender war als jede offene Feindseligkeit. Ihre Mauern waren von einer schwarzen, fettigen Patina überzogen, als hätte sich der Ruß unzähliger Winter und der erstickte Schmerz unerzählter Geschichten für immer in den Sandstein eingebrannt. Hinter den gewölbten Butzenscheiben flackerte kein einladendes Feuer, kein Lebenszeichen. Nur das trübe, gespenstische Spiegelbild des tief hängenden Mondes, der sich in den blinden Fenstern wie in toten Augen fing. Meine eigenen Schritte waren das einzige Leben in diesen engen, windigen Schluchten. Ein einsames Echo, das von den schweigenden Fassaden sofort verschluckt wurde, als wolle die Stadt jegliche Erinnerung an Bewegung tilgen. Ich zog den groben Wollkragen meines Mantels hoch, eine nutzlose Geste. Die Kälte, die mich durchdrang, kam nicht von außen. Sie war ein massiver Eisblock in meiner Brust, geformt aus enttäuschter Zuneigung und dem bitteren, metallischen Nachgeschmack des Betrugs. Hier, in dieser erstickenden Stille, hatte ich gehofft unterzutauchen. Ein unbeschriebenes Blatt in einem Buch voller vergilbter Seiten zu werden. Hier wollte ich vergessen, was man mir angetan hatte. Die Lüge, die so perfekt konstruiert war, dass ich mich fragte, ob ich jemals etwas Wirkliches gekannt hatte. Der Betrug, der nicht nur mein Konto, sondern mein gesamtes emotionales Fundament erschüttert hatte. Doch mit jedem Schritt tiefer in das Labyrinth der Gassen wuchs ein neues Gefühl: Dieser Ort war kein Versteck. Er war ein Spiegel, der bereit war, mir mein zertrümmertes Spiegelbild zurückzuwerfen.

Die Hauptstraße mündete in ein Gewirr von Gässchen und dunklen Schlunden.

Die breite Hauptstraße, die ich gefolgt war, mündete abrupt in ein Gewirr von Gässchen, so schmal und finster, dass ich die Arme hätte ausbreiten müssen, um beide feuchten Mauern zu berühren. Ich wählte eines aus, völlig willkürlich, getrieben von einem Impuls, der tiefer lag als jede Vernunft – vielleicht dem Wunsch, mich physisch zu verlieren, nachdem ich mich innerlich schon verloren glaubte. Das Kopfsteinpflaster war feucht und glitschig von einer unsichtbaren Feuchtigkeit, die von den verwitterten Wänden zu sickern schien. Die Luft stand absolut still und roch intensiv nach moderndem Holz, nach feuchtem Stein und dem scharfen, unverkennbaren Geruch von Vergänglichkeit. Am Ende dieses schwarzen Schlundes, genau dort, wo der Mond einen blassen, milchigen Fleck auf den Boden malte, stand eine Gestalt. Sie war so regungslos wie die Steine um sie herum, ein Teil der Dunkelheit geworden. Mein Herz, das bis dahin wie betäubt in meiner Brust gelegen hatte, begann plötzlich wie wild gegen meine Rippen zu hämmern. Jeder Instinkt schrie mich an, umzukehren, in das ungewisse Dunkel hinter mir zu fliehen, doch meine Füße waren wie in den Boden gegossen, schwer von einer Mischung aus Furcht und fatalistischer Neugier. Die Gestalt bewegte sich. Langsam, kaum merklich, hob sie eine Hand. In ihrer von einem dunklen Lederhandschuh bedeckten Faust glänzte etwas Metallisches, fahl und kalt im Mondlicht. Ein Schlüssel. Er trat keinen Schritt auf mich zu, doch seine Anwesenheit füllte die ganze Enge der Gasse aus, drückte die Luft heraus und ließ sie dick und schwer werden. Der Wind drehte über den Dächern und brachte einen fremden, unbekannten Geruch mit sich: den würzigen Duft von getrocknetem Salbei vermischt mit der erdigen Kühle von tiefen Kellergewölben. Dann, ohne ein Wort, öffnete sich die Hand. Der Schlüssel fiel nicht, er wurde geworfen, mit einer unnatürlichen, tödlichen Präzision, die nichts dem Zufall überließ. Er landete mit einem harten, endgültigen Klirren genau zwischen meinen Füßen. Den Schock überwindend, der mich durchzuckt hatte, hob ich den Blick. Die Gasse war leer. Nur der Mond und ich. Und der kalte, schwere Schlüssel zu meinen Füßen.

Das Klicken des Schlosses weckt ein uraltes Herz in der Tiefe.

Ich bückte mich, zögerte einen eiskalten Moment, bevor meine Finger das Metall berührten. Der Schlüssel war schwer, unerwartet schwer in meiner Handfläche, als trüge er nicht das Gewicht von Stahl, sondern von etwas Immateriellem, das ich noch nicht kannt – das Gewicht einer Entscheidung, einer unumkehrbaren Wahrheit. Er war schmucklos, rein funktional, nur das tiefe, lichtschluckende Schwarz des Stahls und die blanken Abnutzungsspuren an den Zähnen, die von unzähligen anderen Händen erzählten, die ihn vor mir gedreht hatten. Vor mir erhob sich eine Tür aus dunkler, fast schwarzer Eiche, so tief in die verwitterte, von Flechten überzogene Mauer eingelassen, dass sie fast unsichtbar war. Nur ein schmales, vertikales Schlüsselloch, ein schwarzes Auge, starrte mich an. Ich steckte den Schlüssel hinein. Er passte nicht nur perfekt, er schien ein verloren geglaubtes Teil des Mechanismus zu sein, der auf seine Rückkehr gewartet hatte. Das Drehen erforderte meine ganze Kraft. Es löste kein triviales, modernes Klicken aus, sondern ein tiefes, surrendes Vibrieren, das sich durch das alte Holz in meine Handknochen und weiter in den steinernen Boden unter meinen Füßen fortpflanzte. Ein uraltes Herz, tief im Innern des Gebäudes vergraben, erwachte mit einem einzigen, langsamen Schlag. Die Tür gab nicht einfach nach; sie erwachte. Sie seufzte, befreite sich von einer Jahrhunderte langen Last, und schwang mit einem leisen, knarrenden Geräusch, das wie ein willkommen heißendes Murmeln klang, nach innen auf. Ein Hauch von Luft strömte mir entgegen, nicht modrig oder stickig, sondern erfüllt vom charakteristischen Geruch nach staubigem Papier, nach der süßlich-bittern Tinte vergilbter Dokumente und nach der trockenen, unbestechlichen Zeit selbst.

Der Raum den ich betrat war ein Grabmal für alle geschriebenen Worte.

Der Raum, den ich betrat, war keine Kammer, sondern ein Grabmal für Worte. Er war kaum größer als eine Gefängniszelle, fensterlos, die Wände von Boden bis zur niedrigen, gewölbten Decke verkleidet mit Regalen, die mit Aktenordnern, losen Blättern und gebundenen Folianten gefüllt waren. In der Mitte stand ein schmaler Schreibtisch aus demselben dunklen Eichenholz wie die Tür, darauf eine einzelne, kalte Messinglampe mit grünem Schirm und ein Stuhl, dessen Polster durchgesessen und an den Rändern aufgerissen war. Auf der freien Fläche der Tischplatte, akkurat im Schein der imaginären Lampe positioniert, lag ein Bündel Briefe, ordentlich und fast ehrfürchtig mit einem schmalen, schwarzen Seidenband zusammengebunden. Meine Hand zitterte leicht, als ich mich niedersetzte, der Stuhl knarrte unter meinem Gewicht. Ich löste das Band mit steifen Fingern. Es fiel lautlos zu Boden wie eine Schlange, die ihre Beute loslässt. Das Papier der obersten Seite war brüchig an den Rändern, die Tinte bräunlich und verblasst. Doch die Worte, die sie formten, waren scharf und klar wie frisch geschliffene Klingen. Es waren keine Liebesbriefe, keine freundschaftlichen Botschaften. Es waren Protokolle eines Verrats, minutiös und ohne jede erkennbare Regung niedergeschrieben. Jeder knappe Satz enthüllte ein weiteres Detail des ausgeklügelten Plans, mit dem man mich hintergangen hatte. Die Namen, die dort standen, waren mir vertraut. Es waren die Namen von Menschen, in deren Augen ich Heimat und Kameradschaft gesehen hatte. Mit jeder gelesenen Zeile fühlte ich, wie sich die Tinte nicht nur in das Papier, sondern in mein eigenes Fleisch brannte, wie sie die Erinnerungen an gemeinsame Stunden, an geteilte Mahlzeiten und anvertraute Geheimnisse systematisch vergiftete. Die Lüge war nicht aus einer Laune oder Not geboren. Sie war durchdacht, kaltblütig kalkuliert, eine architektonische Meisterleistung der Täuschung. Man hatte mich nicht nur betrogen. Man hatte mich fundamental und mit Vorsatz **belogen**. Man hatte die Grundfesten meines Vertrauens untergraben und mein Leben, meine Wahrnehmung der Vergangenheit, zu einer einzigen, bitteren Farce gemacht.

In ihren Köpfen war es keine Lüge, sondern eine notwendige Korrektur der Realität.

Später, viel später, versuchte ich mir vorzustellen, was in ihren Köpfen vorgegangen war. Ich sah Lorenz vor mir, wie er die Zahlen manipulierte. In seiner Welt war es kein Betrug, sondern eine "Umschichtung von Ressourcen". Ich war für ihn einfach eine Ressource geworden, ein Faktor in einer Gleichung, der zu sentimental und träge war, um die größeren Spielregeln zu verstehen. "Er hat es nicht nötig", mag er zu Clara gesagt haben, "und wir haben die Vision." Clara, deren Berührungen immer so warm waren. In ihrer Logik war der Betrug vielleicht eine Art verdrehte Liebe – die harte, aber notwendige Entscheidung für das, was sie für unser gemeinsames Wohl hielten. Sie retteten mich vor meiner eigenen Naivität, indem sie sie ausnutzten. Sie verwalteten mein Vermögen, indem sie es zu ihrem machten. In ihrem verschobenen Moralkodex war die eigentliche Sünde nicht der Diebstahl, sondern meine potenzielle Weigerung, ihr "Genie" zu finanzieren. Der Betrug war in ihren Augen eine Transaktion, bei der sie mir Illusionen (von Freundschaft, von Erfolg) verkauften und ich, der Dumme, mit leeren Händen dastand. Sie hatten sich selbst davon überzeugt, dass sie es verdienten. Dass ich es nicht tat. Das war das Giftigste: Sie hatten nicht mit bösen Fratzen gelogen, sondern mit der Überzeugung, im Recht zu sein. Das machte den Betrug so absolut, so schwer zu fassen. Man kann einen Dieb hassen, aber wie bekämpft man die Überzeugung, ein Dieb zu sein sei eine Form von Verdienst?

Ein Geräusch entrang sich meiner Kehle ein Schrei der Befreiung.

Ein tierisches Geräusch entrang sich meiner Kehle, etwas zwischen einem erstickten Schluchzen und einem heiseren Wutschrei der absoluten Ohnmacht. Ich stieß den Stuhl zurück, der mit einem schrillen, empörten Kratzen über die groben Dielen fuhr. Die Briefe flogen auseinander, segelten wie weiße, trügerische Vögel zu Boden und bedeckten ihn mit einem fleckigen Teppich der Erniedrigung. Ich konnte keinen Moment länger in diesem Raum bleiben, der die nackte Wahrheit so gnadenlos und unpersönlich konserviert hatte. Die Wände schienen sich zu verengen, atmeten mich ein, die niedrige Decke senkte sich wie ein steinerner Schraubstock auf mich herab. Eine Panik, eisig und absolut, packte mich an der Kehle. Ich stürzte zur Tür, riss sie mit aller Kraft auf, als könnte ich sie aus den Angeln reißen. Die kalte Nachtluft schlug mir mit der Wucht einer Ohrfeige ins Gesicht, doch sie fühlte sich befreiend an. Ich rannte. Blindlings, ohne Richtung oder Ziel. Meine Schritte hallten von den mauernweißen Fassaden wider, vervielfachten sich in der Enge zu einem ganzen Heer von unsichtbaren Verfolgern, die mich durch das steinerne Labyrinth jagten. Hinter jedem schmalen, erleuchteten Schlitz eines Fensterladens glaubte ich wissende Augen zu sehen, die mich beobachteten. In jedem tiefen, sich windenden Schatten zwischen den Häusern lauerte eine lebendige Erinnerung an den Betrug, ein neues Stück der zertrümmerten Illusion. Die Stadt war nicht länger mein anonymes Versteck. Sie war eine Falle geworden, ein offenes Gefängnis aus Erkenntnis. Die Vergangenheit, die ich glaubte, mit der Zugfahrt abgeschüttelt zu haben, hatte mich eingeholt. Sie atmete mir heiß und bedrohlich im Nacken, und ich wusste mit einer erschreckenden Klarheit, dass ich nicht schnell genug, nicht weit genug laufen konnte, um ihr jemals zu entkommen.

Die Oberfläche des Wassers zeigt das Gesicht eines Fremden der nun die toten Augen des Betrugs erkennt.

Völlig entkräftet, die Lunge brennend vor kalter Luft und Anstrengung, brach ich schließlich am Rande eines kleinen, verwilderten Parks zusammen. Das schmiedeeiserne Gittertor stand schief in den verrosteten Angeln, dahinter wucherten Unkraut und knorrige, kahlästige Bäume, die ihre Äste wie anklagende Finger in den Nachthimmel reckten. In der Mitte, auf einem mit moosgrünem Samt überzogenen Platz, stand ein steinerner Brunnen mit verwaschenen Figuren. Eine gespenstische, fast sakrale Stille lag über dem Ort, gebrochen nur vom leisen, monotonen, tröstlichen Plätschern des Wassers. Das Mondlicht spiegelte sich in der ruhenden, schwarzen Fläche des Brunnenbeckens. Ich kroch zum Rand, stützte mich auf die kalten, nassen Steine und starrte hinein. Mein eigenes Gesicht blickte zu mir zurück, gezeichnet von Angst, Erschöpfung und der frisch aufgerissenen Wunde der Erkenntnis. Es war das Gesicht eines Fremden, eines gebrochenen Mannes. Doch dann, langsam, als ob das Wasser seine eigene unergründliche Tiefe offenbarte, veränderte sich das Bild. Hinter meiner eigenen, verzerrten Spiegelung tauchten andere Gesichter auf. Die Gesichter von Lorenz und Clara, der anderen. Ihre Züge waren undeutlich, wie hinter einem wallenden Schleier, aber in jedem Detail unverkennbar. Ihre Münder bewegten sich, formten stumme Worte der Rechtfertigung, der Ausflüchte oder des blanken Hohns. Ihre Augen waren seltsam leer, ausdruckslos und glasig wie die von Fischen auf einem Marktstand. Und in diesem erschütternden Moment begriff ich die volle Tragweite. Es war keine äußere Anklage, die ich sah. Es war eine innere Offenbarung. Ich hatte nicht nur *ihnen* vertraut. Ich hatte einer sorgfältig gestrickten Illusion vertraut, einem prächtigen Luftschloss, das sie speziell für mich gebaut hatten. Der wahre, zerstörerische Betrug lag nicht nur in ihren Handlungen, sondern in meiner eigenen, verzweifelten Bereitschaft, die vorgegaukelte Nähe, das konstruierte Vertrauen für bare Münze zu nehmen. Ich hatte mich selbst **belogen**, indem ich die Warnzeichen in meinem Bauch ignoriert hatte.

Die erste lähmende Angst wich im Wald einem tiefen Zorn.

Geführt von einer animalischen Kraft, die stärker war als meine völlige Erschöpfung, floh ich aus der Stadt, hinaus in die umliegenden, alten, dunklen Wälder. Die letzten Lichter der Zivilisation erloschen hinter mir, ihr gedämpfter Lärm verstummte und machte einem anderen, urtümlichen Schweigen Platz. Unter dem dichten Blätterdach der hohen Tannen und knorrigen Fichten war die Nacht noch tiefer, schwärzer, aber auch irgendwie friedlicher, ehrlicher. Die Äste warfen lange, verschlungene Schatten über den schmalen Pfad, der unter meinen Füßen weich und federnd von einer dicken Schicht verrotteter Nadeln war. Hier, in der atemlosen Stille zwischen den moosbewachsenen Stämmen, die wie Säulen einer natürlichen Kathedrale standen, blieb ich endlich stehen, lehnte mich keuchend an einen Baum. Meine Atemzüge beruhigten sich langsam. Die erste, lähmende Angst war einem tiefen, glühenden Zorn gewichen, der in meinem Magen brodelte wie kochendes Metall. Was nun? Sollte ich in die Stadt zurückkehren? Sollte ich sie zur Rede stellen, mir mein Recht, meine primitive Genugtuung holen? Rache fordern? Die Rache erschien mir einfach, verlockend gerade, ein gerader, verständlicher Pfad. Aber er würde die Lüge nicht ungeschehen machen. Er würde die klaffende Wunde nicht schließen, sondern sie nur weiter aufreißen und mit dem Gift des Grolls vergiften. Sie würde mich tiefer in den Sumpf aus Bitternis und Opferrolle ziehen, aus dem ich gerade mit knapper Not entkommen war. Ich atmete die kalte, harzig-scharfe Luft tief in meine Lungen ein. Sie reinigte meine Gedanken von dem Rauch der Zerstörung. Und in der umhüllenden Stille keimte eine andere, schwierigere, gefährlichere Möglichkeit in mir auf. Die Möglichkeit, die enthüllte Wahrheit nicht als Waffe gegen andere zu benutzen, sondern als scharfes Werkzeug der eigenen Befreiung. Für mich. Allein.

Ein goldener Schein löst eine kleine Gestalt aus dem Schatten eines imposanten Baumvaters.

Unvermittelt, ohne dass ich ein Knacken, ein Rascheln oder einen Atemzug gehört hätte, war er da. Eine Gestalt löste sich aus dem tiefen Schatten eines imposanten, uralten Baumvaters, umgeben von einem sanften, goldfarbenen Schein, der von einer kleinen, antiquierten Öllaterne in seiner schmalen Hand ausging. Er war nicht groß, vielleicht sogar etwas klein von Statur, aber seine Haltung verriet eine unerschütterliche, in der Erde verwurzelte Ruhe. Sein Gesicht war von unzähligen Falten durchzogen, eine Landkarte eines langen, womöglich sehr langen Lebens unter Wind und Wetter, aber seine Augen – seine Augen waren von einer klaren, fast jungenhaften Wachheit und einer Intelligenz, die mich sofort durchschien. „Du hast die ersten Schatten durchschritten“, sagte er, und es klang nicht wie eine Frage. Seine Stimme war bedächtig und tief, wie das beruhigende Rauschen der Blätter in der Krone hoch über uns. „Die Dunkelheit hat dir ihre erste, harte Lektion erteilt. Sie hat dir gezeigt, was du verloren hast. Aber die wahre Prüfung deines Mutes, die Prüfung dessen, was du finden kannst, beginnt erst jetzt.“ Wortlos, mit einer Geste von großer Sanftmut und zugleich unumstößlicher Autorität, reichte er mir die Laterne entgegen. „Dieses Licht ist nicht gemacht, um zu blenden oder zu brennen. Es ist gemacht, um zu sehen. Um die Dinge zu zeigen, wie sie wirklich sind, jenseits von Angst und Wunschdenken.“ Ich zögerte einen Herzschlag lang, dann griffen meine eiskalten, zitternden Finger nach dem warmen Messinggriff. Im selben Moment durchflutete eine Wärme, die eindeutig von innen zu kommen schien, meine Hand, meinen Arm, meinen ganzen ausgekühlten Körper.

Der Berg will Entbehrung die Wüste Ausdauer und der Abgrund verlangt die tiefste Angst.

Der Hüter, denn als solchen erkannte ich ihn inzwischen instinktiv, führte mich schweigend durch den dunklen Wald zu einer großen, kreisrunden Lichtung. Das Mondlicht fiel hier ungefiltert herein und ließ das hohe, nachtdurchtränkte Gras silbern schimmern wie ein flüssiger See. Vor uns gabelte sich der schmale Pfad in drei eindeutig verschiedene, unmissverständliche Richtungen. Der erste stieg sofort steil und unerbittlich einen felsigen, kargen Berg hinauf, dessen Gipfel in Wolken oder Nacht gehüllt war. Von oben wehte ein eisiger, schneidender Wind herab, der mir sofort den Atem raubte und nach Einsamkeit und Entbehrung schrie. Der zweite Pfad verlief flach und schnurgerade wie ein Pfeil und verlor sich in der gleißenden, flimmernden Weite einer sandigen Wüste, wo die Hitze die Luft über dem Boden tanzen ließ und jeder Horizont eine verlockende oder erschreckende Fata Morgana sein konnte. Der dritte Pfad schließlich führte hinab in eine tiefe, enge, schwarze Schlucht, aus der keine Lichtreflexe, kein Vogelruf, kein Lebenszeichen drang, nur eine undurchdringliche, schwärzere Schwärze und eine Stille, die nach dem Ende aller Dinge klang. „Jeder dieser Wege verlangt seinen spezifischen Preis“, flüsterte der Hüter, sein durchdringender Blick ruhte schwer auf mir. „Der Berg verlangt Entbehrung und die Überwindung der Höhe, die Verleugnung des Körpers. Die Wüste verlangt absolute Ausdauer und den blinden Glauben an eine Oase, die du nie sehen wirst. Die Schlucht aber“, er machte eine bedeutungsschwere Pause, die in der Luft hing, „die Schlucht verlangt, dass du deine eigene, tiefste, geformte Angst mit dir hinabträgst und ihr, dort wo sie am mächtigsten ist, ins weiße Auge siehst.“ Ich blickte von den drei drohenden Wegen hinab auf die Laterne in meiner Hand. Ihr Flämmchen war klein, zerbrechlich und dem Wind schutzlos ausgesetzt, aber es brannte beständig und ohne zu flackern. In meinem Inneren war unvermittelt keine quälende Qual der Wahl mehr. Eine stille, kalte Gewissheit hatte sich ausgebreitet. Meine Entscheidung war gefallen, still und endgültig.

Die milde Luft des Waldes weicht einem nassen Tuch einer beißenden und feuchten Kälte.

Ohne ein weiteres Wort trat ich auf den Pfad, der in die Schlucht führte. Der Übergang war erschreckend abrupt. Die milde, harzige Nachtluft des Waldes wich sofort einer feuchten, beißenden Kälte, die sich wie ein nasses, schweres Leichentuch um meine Glieder legte und bis in die Knochenmark drang. Das warme, goldene Licht der Laterne warf einen engen, tröstenden Kreis um mich herum, eine winzige Blase der Sicherheit, hinter deren unsichtbarer Wand eine undurchdringliche, fast feste, aggressive Schwärze lauerte. Zu beiden Seiten ragten nahe, nasse Felswände auf, glatt und glänzend von Sickerwasser, zwischen denen ich mich hindurchzwängen musste, oft seitwärts gehend. Ich hörte nichts als mein eigenes, schweres, widerhallendes Atmen und das gedämpfte, einsame Echo meiner vorsichtigen Schritte auf dem glitschigen, steinigen Grund. Es war der Weg der Konfrontation. Nicht mit Lorenz oder Clara – das wäre einfach, fast banal gewesen –, sondern mit der formlosen, alles durchdringenden Angst, die ihr Verrat in mir zurückgelassen hatte: der Angst, nie wieder vertrauen zu können, der Angst, ein ewiger Narr zu sein. Der Abstieg war eine Qual der Langsamkeit und der isolierten Geräusche. Jeder Schritt war ein Kampf gegen den urtümlichen Impuls, umzukehren, vor dem zu fliehen, was unten in der absoluten Finsternis auf mich wartete. Die Dunkelheit schien lebendig zu atmen, und ihr Atem roch nach vergessenen Ängsten, nach uraltem, nie gesehenem Gestein und nach dem Moder untergegangener Welten.

Die Stille ist eine aktive physische Präsenz und ein einziger kleiner Funke ist ein Donnerschlag.

Am Grund der Schlucht, in einer überraschend weiten, runden Senke, lag eine Stadt. Doch sie war von einer Stille befallen, die sich von der friedvollen Stille des Waldes unterschied wie der Tod vom Schlaf. Die Gebäude standen gerade und ordentlich, die Straßen waren sauber gefegt, aber die Menschen, die sich darauf bewegten, taten es wie Marionetten oder Schlafwandler. Ihre Schritte waren absolut lautlos, ihre Körperhaltung ausdruckslos und gebeugt. Ihre Gesichter waren glatt und leer, von jeder Emotion, jeder Erinnerung, jeder individuellen Geschichte geglättet. Sie hatten nicht nur ihre Stimmen verloren, sie hatten ihre Geschichten, ihre Hoffnungen, ihre Seelen, ihr inneres Licht verloren. Die Stille hier war kein bloßes Fehlen von Geräusch; sie war eine aktive, physische Präsenz, eine Substanz, die auf meiner Haut lastete, in meinen Ohren dröhnte und den Raum zwischen den Gebäuden ausfüllte wie zähes Wasser. Ich hob die Laterne, ließ ihr Licht wie einen tastenden Finger über die leeren, puppenhaften Gesichter gleiten. Es blieb an den Augen eines Kindes hängen, das reglos auf einer steinernen Treppe saß, den Blick in das Nichts gerichtet. Für einen langen, schwebenden Moment geschah nichts. Die Welt hielt den Atem an. Dann, ganz langsam, fast unmerklich, blinzelte das Kind. Es war nur ein winziger, flüchtiger Funke, ein kaum sichtbares Zucken eines Muskels, aber in dieser absoluten, erdrückenden Leblosigkeit war es ein Donnerschlag, der durch die gesamte stille Stadt zu hallen schien.

Das leise Weinen eines Kindes ist kein Ausdruck von Trauer sondern die schrille Befreiung.

Ich setzte mich schweigend neben das Kind auf die kalte, feuchte Steinstufe. Es rührte sich nicht, sein Blick blieb in der ferne Leere gefangen, als sehe es einen Film, der nur für es selbst ablief. Ich sprach kein Wort des oberflächlichen Trostes, versuchte nicht, es zu berühren oder zu umarmen. Ich hielt einfach nur die Laterne zwischen uns, ließ ihr ruhiges, goldenes, beständiges Licht auf sein gesenktes, blasses Gesicht und meine eigenen schmutzigen, zitternden Hände scheinen. Minuten verglichen, die sich in der Zeitlosigkeit dieses Ortes wie Stunden anfühlten. Die schlafwandlerischen Bewohner gaben in ihrem lautlosen Strom an uns vorbei, ohne uns eines Blickes, einer Kopfbewegung zu würdigen, als wären wir nur weitere Steine. Dann, ganz leise, kaum hörbar, als ob es aus einer unermesslichen Tiefe aufstieg, begann das Kind zu weinen. Es war kein lautes, verzweifeltes Schluchzen, sondern ein stilles, fast elegisches Strömen von Tränen, die über seine erstarrten, staubigen Wangen liefen und dunkle Spuren hinterließen. Diese Tränen waren nicht Ausdruck von Traurigkeit oder Schmerz. Sie waren eine Reinigung, eine Befreiung, ein schmerzhaftes Aufbrechen des Eises, das seine Seele umschlossen hatte. Eine Frau, die vorbeiging, blieb plötzlich wie an unsichtbaren Fäden zuckend stehen. Ihr glasiger Blick irrte von dem weinenden Kind zu mir, zu der Quelle des goldenen Lichts, der Laterne. In ihren toten, spiegelglatten Augen fing sich ein winziger, tanzender Punkt des reflektierten Lichts. Sie öffnete den Mund. Kein Ton kam heraus, zunächst nur ein trockenes, kratzendes Geräusch von ungenutztem Atem. Aber sie versuchte es. Sie versuchte, die Stille zu brechen. Die Allmacht der wordosen Erstarrung war gebrochen.

Das Licht der Laterne wog jetzt weniger und die Wahrheit war kein Schwert zur Vergeltung.

Ich verließ die Stadt der Stille, als der erste fahle, graue Schimmer eines neuen Tages den östlichen Schluchtrand über mir wie eine bleiche Wunde erhellte. Der Aufstieg war physisch nicht leichter als der Abstieg gewesen war, die Steine ebenso glatt, der Weg ebenso steil und fordernd. Und doch fühlte er sich fundamental anders an. Die Laterne in meiner Hand schien nicht heller zu brennen, aber ihr Licht wog spürbar weniger. Es war, als hätte ich einen großen Teil seiner schweren, goldenen Last dort unten in den stillen Straßen zurückgelassen, als Samen ausgesät. Ich trug keine endgültigen, in Stein gemeißelten Antworten mit mir herauf, keine magischen Lösungen für alle Rätsel des Lebens und des Leids. Aber ich trug ein neues, tiefes und ruhendes Verständnis in mir, das schwerer wog als alle Weisheitsbücher. Die Wahrheit, so begriff ich nun beim Aufstieg mit brennenden Oberschenkeln, war kein Schwert, mit dem man andere zerschneidet oder köpft. Sie war ein Licht, das man in die eigene und die fremde Dunkelheit trägt. Sie verlangte nicht nach Rache oder Vergeltung – das war der Irrglaube, mit dem ich gekommen war –, sondern nach dem nackten Mut, sich ihr ohne Schutzschild zu stellen, und nach der stillen Gnade, einen neuen, verletzlichen Anfang zu wagen. Oben auf dem Schluchtrand, im klaren, kalten und reinen Licht des anbrechenden Tages, erwartete mich der Hüter. Er sagte kein Wort des Lobes oder der Erklärung. Er nickte nur, ein einziges, tiefes, langsames Nicken, in dem eine ganze Welt lag: Anerkennung für das Durchschrittene, Abschied für den nun eigenen Weg, und einen stummen Segen. Sein Auftrag war erfüllt.

Das Chaos der Vergangenheit lag noch am Boden als die Ruhe nach dem Sturm einkehrte.

Die Sonne war gerade vollständig aufgegangen, eine blasse, kalte Scheibe am Himmel, als ich die Außenbezirke der Stadt der verlorenen Träume wieder erreichte. Ihr Licht war klar und scharf und tauchte die ziegelroten Dächer in ein zartes, fast schmerzhaft schönes Rosa, als sähe ich die Stadt zum ersten Mal. Die Straßen waren noch immer menschenleer, aber die Stille, die sie erfüllte, war jetzt eine des friedvollen Atemholens, nicht der Verlorenheit oder der lauernden Angst. Sie war die Stille nach einem reinigenden Gewittersturm. Meine Schritte führten mich ohne jedes Zögern, fast wie von selbst, zurück zu dem unscheinbaren Haus mit der dunklen Eichentür. Sie stand einen fingerbreiten Spalt offen, als hätte sie auf meine Rückkehr gewartet oder als wäre sie seit meiner Flucht nicht mehr ins Schloss gefallen. Im Inneren lag das Chaos der vergangenen Nacht noch immer unverändert und wie eingefroren auf dem Boden verstreut. Die Briefe, diese toten Boten meines Unglücks, waren über die Dielen verweht wie Herbstblätter. Ich ging nicht sofort hinein. Ich blieb auf der Schwelle stehen und betrachtete das Durcheinander mit einer neuen, distanzierten Aufmerksamkeit. Dann, mit einer Ruhe und Entschlossenheit, die ich in mir nicht für möglich gehalten hätte, trat ich über die Schwelle und begann, die Blätter einzeln, behutsam aufzuheben. Nicht, um sie zu verbrennen oder für immer zu vernichten. Sondern um sie zu ordnen, zu sammeln, sie als das anzuerkennen, was sie waren. Sie waren ein Teil meiner Geschichte geworden. Ein schmerzhafter, ein beschämender, aber ein unwiderruflich wahrer Teil. Sie waren nicht länger mein Gefängnis oder meine Peitsche. Sie waren, so erkannte ich, die Schlüssel zu meiner eigenen, hart erkämpften Befreiung geworden.

Hinter glänzenden Schreibtischen saßen die Gesichter der Angst hinter ihrem eigenen Betrug.

An den folgenden Tagen suchte ich sie auf. Einen nach dem anderen. Die Menschen, deren Handschrift, deren gewählte Worte mich zutiefst und nachhaltig verletzt hatten. Ich fand sie in ihren sauberen, klimatisierten Büros, hinter glänzenden, leeren Schreibtischen, in ihren behaglich durchgestylten Wohnzimmern, umgeben von den teuren Symbolen eines scheinbar geordneten, erfolgreichen Lebens. Ich trug keine brodelnde, zerstörerische Wut mehr in mir, keine Lust auf Zerstörung. Ich trug die Laterne bei mir, obwohl ihr physisches Licht am hellen Tage unsichtbar war. Ich warf ihnen die gesammelten Briefe nicht vor die Füße, brüllte sie nicht an, machte keine Szene. Ich legte das gebundene Bündel schweigend auf den polierten Tisch zwischen uns und sagte nur drei einfache, klare Worte: „Ich weiß es.“ Ihre Reaktionen waren ein offenes Spiegelbild ihrer verschütteten Seelen: Schroffe, aggressive Abwehr. Beschämtes, kindliches Wegsehen. Erschrockenes, leeres Schweigen. Wütendes, lautes Leugnen. Aber in ihren Augen, in der Tiefe ihres Blicks, hinter all dem Getue, sah ich etwas, das ich in meinem eigenen betäubenden Schmerz völlig übersehen hatte: nackte, ungeschminkte Angst. Die Angst, selbst erkannt, entlarvt, durchschaut zu werden. Die Angst, dass ihre mühsam aufgebaute Fassade aus Ansehen und Erfolg bröckeln könnte. Der Betrug, so begriff ich in diesen unangenehmen Begegnungen, hatte sie ebenso gefangen gehalten wie mich. Sie waren Sklaven ihrer eigenen Lüge geworden, Sklaven der ständigen Angst vor Entdeckung. Sie hatten mich **belogen** und lebten seither in der Hölle, die diese Lüge um sie herum aufgebaut hatte.

Vergebung ist ein langsamer schmerzhafter Prozess und keine einmalige heroische Geste.

Vergebung, das lernte ich in den Wochen und Monaten danach, war kein einmaliger, heldenhafter Akt, den man vollbringt und der dann für immer gilt. Sie war ein langsamer, schmerzhafter, oft rückfälliger Prozess, so wie das Heilen einer tiefen, infizierten Wunde. Es war nicht ihre aufrichtige Reue, die mich letztlich befreite – bei den meisten von ihnen kam sie nie, und bei den anderen war sie kaum von Selbstmitleid zu unterscheiden –, es war meine eigene, bewusste, tägliche Entscheidung, den giftigen Groll, der mich von innen auffraß wie eine Säure, Stück für Stück loszulassen. Ich vergab nicht für sie. Ich vergab, um zu leben. Ich vergab mir selbst. Ich vergab mir meine schreckliche Naivität, meine grenzenlose Leichtgläubigkeit. Ich vergab mir, dass ich die kleinen Warnzeichen in meinem Bauch ignoriert, die leisen Zweifel weggeschoben hatte. Ich vergab mir das tiefe, menschliche Bedürfnis, geliebt, anerkannt und dazuzugehören, das mich so blind und gefügig gemacht hatte. Mit jedem Tag, an dem ich bewusst ein Stück dieser Last ablegte, wurde sie leichter, und ich konnte aufrechter gehen. Die Schatten in meiner Seele wichen nicht zurück, weil sie besiegt oder vertrieben waren, sondern weil ich gelernt hatte, ihr ständiges, geduldiges Dasein zu akzeptieren, ohne mich von ihnen beherrschen oder definieren zu lassen. Das Licht der Laterne, das ich vom Hüter empfangen hatte, war nicht größer oder heller geworden, aber es brannte beständiger, zuverlässiger in mir. Es war zu meinem eigenen, inneren Licht geworden, das niemand mehr stehlen oder löschen konnte.

Der Mond bleibt als blasser Geist am Firmament als die Stadt im neuen Licht erwacht.

Ich stand am nördlichen, aus der Stadt führenden Tor, an der Schwelle zur weiten, unbekannten Ebene. Die Sonne war jetzt vollständig aufgegangen und warf lange, klare, scharfe Schatten, die wie mit dem Lineal gezogen auf dem Pflaster lagen. Die ersten Geräusche des erwachenden Tages erfüllten die Luft: das metallische Quietschen einer anfahrenden Straßenbahn, der ferne, rhythmische Ruf eines Zeitungsjungen, das gedämpfte Hupen eines Autos in einer Nebenstraße. Das Leben in der Stadt ging weiter, pulsierte in seinen gewohnten, gleichgültigen Bahnen, ein Organismus, dem mein kleines Drama völlig egal war. Aber ich war nicht mehr derselbe, der vor wenigen Nächten durch dieses Tor gekommen war, gebrochen und auf der Flucht. Die Narben des Betrugs würden für immer auf meiner Seele bleiben, feine, weiße Linien, die sich bei bestimmten Wetterlagen, bei einem bestimmten Tonfall oder Geruch, melden würden. Aber sie schmerzten nicht mehr wie frisch aufgeschlitzte Wunden. Sie erinnerten mich nur noch. An meine eigene, menschliche Verletzlichkeit. An die zerbrechliche, kostbare Schönheit des unverstellten Vertrauens. Und an die ungeheure, befreiende Kraft der ungeschminkten Wahrheit, wenn man den Mut hat, sie nicht nur zu ertragen, sondern anzunehmen und weiterzugehen. Ich blickte zum Himmel hinauf. Der Mond war noch da, ein blasser, durchsichtiger Geist am hellblauen Firmament, der seine Nachtarbeit getan hatte und nun den Tag der Sonne überließ.

Die Laterne ist erloschen aber ihr Licht brennt nun beständig und ruhig in meiner Brust.

Ich schulterte meinen leichten Reiserucksack. Er enthielt nur das Allernötigste zum Unterwegssein, und das sorgfältig, neu zusammengebundene Bündel Briefe. Die Laterne des Hüters hing an einem abgenutzten Lederband an meinem Gürtel. Sie war erloschen, ihr Öl lange verbraucht, das Dochtende schwarz und verkohlt. Doch ich brauchte nicht mehr in ihr schwaches Flämmchen zu blicken, um meinen Weg in der Dunkelheit zu finden. Ihr Licht brannte jetzt in mir, ein ruhiger, beständiger, warmer Schein in meiner Brust, eine eigene kleine Sonne. Die Stadt der verlorenen Träume lag hinter mir, nicht als besiegte Feindin, sondern als strenge, doch gerechte Lehrmeisterin. Vor mir lag eine offene Landschaft aus sanften, grünen Hügeln, weiten, gelben Feldern und einem Himmel, der blau und grenzenlos war und kein Ende zu nehmen schien. Ich wusste nicht, wohin der Weg mich führen würde. Welche neuen Städte, welche Menschen, welche unerwarteten Freuden und welche unvermeidlichen Schmerzen mich erwarteten. Aber ich wusste eines mit einer Gewissheit, die tiefer ging als alles Wissen, das aus Büchern kommt: Ich würde nicht allein gehen. Ich trug die Lektionen der langen Nacht in mir. Die Dunkelheit hatte mich gelehrt, die zartesten, kostbarsten Schattierungen des Lichts zu sehen und zu schätzen. Der Betrug hatte mich gelehrt, den unschätzbaren, fundamentalen Wert der Wahrheit zu erkennen, selbst wenn sie schmerzt. Und die Hoffnung, diese zarte, doch unzerstörbare Flamme, die in der tiefsten Finsternis der Schlucht gezündet worden war, leuchtete mir nun leise, aber beständig voran. Mein nächster Schritt aus dem Schatten des Tores heraus war leicht, fast beschwingt. Es war der erste von vielen.

Die Laterne ist leer aber hält die Wärme der Wahrheit die ich im tiefsten Abgrund fand.

Manchmal, in überaus stillen Nächten, wenn der Wind durch die Ritzen meines neuen, einfachen Zuhauses pfeift und die Welt draußen schläft, hole ich die Laterne hervor. Sie ist nur ein Stück gehämmertes, stumpf gewordenes Messing und blindes Glas. Kalt und leer. Das Öl ist lange verbrannt, die Flamme für immer erloschen. Doch wenn ich sie in meinen Händen halte, Hände die einst zitterten und jetzt ruhig sind, spüre ich eine Wärme, die nicht von dieser Welt zu kommen scheint. Es ist die gespeicherte Wärme der gefundenen Wahrheit, die ich in jener Stadt der verlorenen Träume und in der darunter liegenden Stadt der Stille gefunden habe. Sie ist schwerer als jede Lüge und heller als die dunkelste Nacht, die ich durchschritten habe. Die Reise, das erkenne ich nun im Rückblick, ist niemals wirklich zu Ende. Es gibt immer neue Pfade zu wählen, neue Schluchten hinabzusteigen, neue Städte zu entdecken, die auf ihre Entdeckung warten. Diese Welt ist voller beweglicher Schatten und flackernder Lichter. Aber manchmal, ganz selten, findet man einen Ort, an dem man für eine Weile ruhen kann. Einen Ort, an dem das innere Licht kräftig genug ist, um den eigenen Weg klar zu erhellen, ohne andere damit zu blenden oder zu verbrennen. Von hier aus scheint es weiter. Kein greller Scheinwerfer, der alles erbarmungslos ausleuchtet und die Geheimnisse raubt, sondern ein leises, beständiges Leuchten, das sich in die Dunkelheit schmiegt und sie erträglich, ja, sogar wohltuend und schützend macht. Ich stelle die Laterne auf den Sims vor mein offenes Fenster. Draußen senkt sich die Nacht herab, und der Mond steigt auf, ein treuer, schweigsamer Begleiter. Er wirft sein kaltes, silbernes Licht auf das Messing der Laterne, und für einen flüchtigen Augenblick glühen sie wieder von innen heraus, enthalte ein verborgenes Feuer. Oder ist es nur ein Spiel des Lichts, eine optische Täuschung? Doch es wäre die schönste, tröstlichste Täuschung von allen. Denn sie erinnert mich daran, dass selbst in der kältesten, leersten Hülle die lebendige Erinnerung an das Feuer weiterlebt. Und das ist alles, was man jemals brauchen wird, um den nächsten Schritt, und alle danach, zu wagen. Ich schließe die Augen und atme die kühle, nach Erde und Gras duftende Nachtluft tief ein. Ich bin bereit.

Mit traurigem Herzen und den einsamen Grüßen aus den Weiten der Finsternis,
Ihr Suchender nach Licht und Hoffnung.

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*Der geneigte Leser möge verzeihen, dass wir nicht erwähnen, welche Hoffnungen, Träume und Erinnerungen im Verlauf dieser langen Nacht verloren gingen, von den Schatten verschluckt oder von den Geistern der Vergangenheit ausgelöscht wurden.

Quellenangaben:
Inspiriert von stillen Momenten der Selbstfindung und der Hoffnung auf einen neuen Beginn.
Briefe an einen jungen Dichter, Rainer Maria Rilke
Die Nachtwachen des Bonaventura, 1804
Die Zeit: Allegorie und Metapher
Philosophie Magazin: Selbsterkenntnis
Literaturkritik.de: Dunkelheit als Lehrmeister
Meyers Konversations-Lexikon 3. Auflage 1874 - 1884
Gedanken über das Dunkel, Notizen aus vergessenen Tagebüchern
Archiv verlorener Orte, Sammlung Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Atlas der imaginären Städte des Instituts für fiktionale Geografie
Licht und Schatten, Studien zur Symbolik in der europäischen Literatur (Universitätsarchiv Leipzig)
Wikipedia, Die freie Enzyklopädie

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