Alte Blechlampe,
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Der Geruch von Sterilisation hing noch immer in seinen Nasenlöchern, selbst hier, im abgeschirmten Fahrstuhl, der ihn in die Tiefe trug...
Der Geruch von Sterilisation hing noch immer in seinen Nasenlöchern, selbst hier, im abgeschirmten Fahrstuhl, der ihn in die Tiefe trug. K-27 atmete mechanisch, ein perfekt kalibrierter Rhythmus. Einatmen. Ausatmen. Keine Abweichung. Abweichung war Schwäche. Schwäche war Ansteckung. Die Affektive Stille hatte die Welt nicht vernichtet, sondern sie perfektioniert. Sie hatte das Chaos der Gefühle ausgemerzt, das unberechenbare, ineffiziente Rauschen der Menschheit. Was blieb, war der reibungslose Ablauf des Systems. K-27 war ein Zahn in diesem Getriebe. Ein Gräber. Seine Aufgabe: die letzten Überreste der emotionalen Seuche ausfindig machen und tilgen. Sein aktuelles Ziel: Das alte Datenarchiv, tief vergraben unter den Ruinen eines vergessenen Industrieviertels. Der Zugangscode, den sein Handler durchgegeben hatte, lautete „THE TRAIN 327“. Ein obskurer Name für einen Ort der Säuberung. Der Fahrstuhl hielt mit einem leisen Zischen. Die Türen glitten auf und gaben den Blick auf einen langen, kargen Flur frei. K-27‘ Scanner liefen sofort heiß. Zweigeteilte Wände: unten beigefarbene Fliesen, oben weißer Anstrich, bereits vergilbt und rissig. Freiliegende Rohre und Kabelbüschel schlängelten sich entlang der Decke wie metallene Eingeweide. Der Boden aus hellen Holzdielen schien sich in die endlose Perspektive zu flüchten, verstärkt von den schwarzen, anonymen Türen zu beiden Seiten. Ganz am Ende, unter einer grellen, einzigen Deckenlampe, war eine letzte Tür auszumachen, verziert mit einem unklaren, dunklen Muster. Ein Warnpiktogramm an der rechten Wand, leuchtend grün, wies einen Pfeil nach vorne. Die universelle Form von Gefahr und Richtung. K-27 ignorierte es. Seine Anweisungen waren klar. Seine Stiefel hallten leise auf dem Holz. Jede Tür trug eine Nummer, einen Code. Nichts, was auf „THE TRAIN“ hindeutete. Die Luft roch nach Staub, alter Elektronik und der unvermeidlichen Kälte von Orten, die die Zeit vergessen hatte. Etwas in ihm, ein tief vergrabenes Fragment eines Instinkts, registrierte die beklemmende Enge, die düstere Atmosphäre. Er klassifizierte es sofort: Sensorische Input-Anomalie. Irrelevant für die Mission. Dann sah er sie. Links. Eine Tür, anders wie die anderen. Nicht nur schwarz, sondern beschriftet. Große, weiße, verblasste Buchstaben: THE TRAIN 327 Darunter, kaum sichtbar, das eingravierte Symbol eines schlafenden Auges, ein Logo der Archivare, der alten Hüter des Wissens, die zu Beginn der Stille „neutralisiert“ worden waren. Hier war es. Der Eingang. K-27 legte seine Hand auf den biometrischen Scanner neben der Tür. Ein leises Surren, ein blaues Licht strich über seine Fingerknöchel. Ein Klicken ertönte, nicht von der Tür, sondern von einem versteckten Lautsprecher aus dem nirgends. Es war kein Ton. Es war ein Gefühl. Ein winziger, hochfrequenter Impuls, der seinen Panzer aus Gleichmut für einen Nanosekundenbruchteil durchdrang. Und in diesem Bruchteil hörte er es. Nicht mit den Ohren. Mit etwas anderem. Das leise, unbeschwerte Kichern eines Kindes. Ein Kinderreim, von einer sanften Stimme gesungen. Dann war es vorbei. Die Tür schwang nach innen auf und gab den Blick auf einen dunklen Serverraum frei. Die Stille wurde wieder absolut, schwerer wie zuvor. K-27 blieb einen Moment reglos stehen. Seine Atmung war immer noch perfekt. Sein Puls stabil. Sein Scanner zeigte keine pathogenen Audio-Ausschläge. Warum also empfand er diese leere, diese kalte Stelle in seiner Brust, wo der Klang für den kleinsten Moment widerhallt hatte? Er trat ein. Die Tür schloss sich hinter ihm und schnappte mit einem endgültigen, metallischen Geräusch zu.
Mit herzlichem Dank und der Hoffnung, dass das Schweigen gebrochen wird,
Ihr Reisender durch die Tiefen der menschlichen Seele.
*Der geneigte Leser möge verzeihen, dass wir die Effizienz der "Affektiven Stille" nicht vollständig in Worte fassen. Das System hat alle unnötigen Ausschläge getilgt und einen perfekt kalibrierten Rhythmus geschaffen, der nur durch die unheilvolle Ansteckung der Empathie gestört wird. Was Sie hier lesen, ist kein Roman. Es ist ein Warnprotokoll aus der ungewissen Zukunft.
Quellenangaben:
Inspiriert von dem Geruch nach Sterilisation und dem Kichern eines Kindes.
Dystopie – Wikipedia
Hüter der Erinnerung - The Giver
Dystopische Körper in der deutschsprachigen Literatur nach 2000
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Gut, sagte ich, laß uns doch ein paar Dämonen nehmen, die uns helfen, dann wollen wir die andern schon zwingen. Wie willst du sie denn bekommen? Das weiß ich nicht. Wie kriegen die sie denn? Die? O, ganz einfach. Die reiben eine alte Blechlampe oder einen eisernen Ring und dann kommen die Dämonen angesaust mit Donner und Blitz und Dampf und Rauch und was man ihnen befiehlt, das thun sie. Es ist ihnen eine Kleinigkeit, einen Kirchturm aus der Erde zu reißen und ihn dem nächsten besten um den Kopf zu hauen. Wer befiehlt ihnen denn? Nun, der Zauberer, der die Lampe oder den Ring reibt und sie müssen thun, was er sagt. Wenn er ihnen sagt, sie sollen einen Palast bauen, vierzig Meilen lang und ganz aus Diamanten und und ihn mit Brustzucker oder Hustenleder, oder irgend etwas füllen und dann die Tochter vom Kaiser von China holen zum heiraten und - Gott weiß was noch - sie müssen's alles thun. Und wenn man den Palast wo anders hingestellt haben will, müssen sie ihn rings im Lande herum herum schleppen, bis er an der rechten Stelle ist, und Aber, sag' ich, warum sind sie denn solche Esel und behalten den Palast nicht für sich selber, anstatt damit herumzukutschieren für andre. Wegen meiner könnte, wer wollte, eine alte Blechlampe oder einen eisernen Ring reiben bis er schwarz würde, mir fiel's drum doch nicht ein, zu ihm zu laufen und mir befehlen zu lassen. Wie du jetzt wieder redest, Huck Finn, du müßtest eben kommen, wenn du ein Dämon wärst und einer riebe den Ring, ob du wolltest oder nicht. Eines Tages sandte Tom einen Jungen mit einem brennenden Kienspan, einem ›Feuerbrand‹ wie er es nannte, durch die Straßen der Stadt, das war das Zeichen für die Bande sich zu versammeln. […] Mehr lesen >>>
Specifications of steel and construction profiles of the Spezialtiefbau ITG GmbH product list: Larssen and Hoesch profiles, pile sheets (Material for the bracing of building pits), Specifications of light profiles and trench sheets - Industrie- und Tiefbauservice GmbH - Managing director: Andreas Thüre 01609 Gröditz Reppiser Straße 40 Telefon: 03 52 63 / 45 38-0 Fax: 03 52 63 / 45 38-9 - We supply used and new materials to the special foundation construction industry. We also offer renting, buy with buyback and buying-in for all product lines. We carry an extensive product range of mechanically processed components. In cooperation with various partner companies, ITG provide complete solutions for the supply and realisation of sheeting components, timely and to the customers' requirements, to customers in Germany, Austria, Switzerland, the Czech Republic, Poland, the Netherlands and in all of Eastern Europe. Timely deliveries in accordance with the actual state of the building works are one of ITG's strengths – not just in Germany. This applies to used and new materials as much as to renting, buyback and buying-in of all product lines. We would be pleased to work with your company. We guarantee that our work is carried out accurately and efficiently and to a high standard as regards quality and deadlines. […] Mehr lesen >>>
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