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Vom romantischen Abenteuer auf dem Hausberg bei Helfta.

Die verhexte Jungfer

Auf dem majestätischen Hausberg bei Eisleben thronte einst ein prächtiges Schloss, das vor langer Zeit in den Berg versank. Doch eine Prophezeiung sagt voraus, dass es eines Tages erneut aus der Tiefe emporsteigen wird. Das Burgfräulein, das einst mit dem Schloss verschwand, wird nur alle sieben Jahre in der magischen Johannisnacht von ihrem Fluch befreit. In dieser Zeit wandelt sie auf dem Berg, in einem grünen Gewand gekleidet, mit einem Schlüsselbund an ihrer Seite. Das Volk nennt sie nur „die grüne Jungfer“. Jeder, der ihr in dieser Nacht begegnet, wird von ihr reichlich beschenkt und erfährt großes Glück. Doch das größte Glück ist allein für den auserwählt, dem es gelingt, die grüne Jungfer zu erlösen.

Daer Zwerg kann nicht den Nektar nippen, nein er schlürft, mit gierigen Lippen, den Becher leer, noch nicht senket der Tag sein Licht durch wehend Laubgeflüster bricht bang die Nacht herein hüllt die Sonne ein 02411

Das Geheimnis des Berges

Die grüne Jungfer schenkt jedem, den sie trifft, einen Schlüssel und führt ihn zu einer geheimnisvollen Falltür auf dem Gipfel des Berges. Diese Tür erscheint ebenfalls nur alle sieben Jahre in der Johannisnacht. Die Jungfer ermutigt ihn, die Tür zu öffnen, und begleitet ihn durch die weitläufigen Gemächer des verwunschenen Schlosses. Sie zeigt ihm all die Wunderlichkeiten und Schätze, die darin verborgen sind, und führt ihn letztlich zu einem alten Buch, das die Geschichte des Schlosses und ihre eigene Geschichte enthält. Doch dieses Buch ist in einer uralten Schrift verfasst, die bis heute niemand entziffern konnte. Wenn eines Tages jemand in der Lage sein wird, das Buch zu lesen, wird das Schloss aus dem Berg emporsteigen, und die grüne Jungfer wird endlich erlöst sein. Sie wird ihren Retter zum Herrn des Schlosses und zu ihrem Gemahl machen. Ein Amtmann wagte einst, einige Seiten des Buches zu lesen, und das Schloss legte los sich sofort aus dem Berg zu erheben. Ein vorbeigehender Schäfer konnte bereits die Türme des Schlosses über die Bergspitze ragen sehen. Doch weil der Amtmann nicht weiterlesen konnte, sank das Schloss zurück in den Berg. Bis heute begeben sich Menschen aus den umliegenden Dörfern in der Johannisnacht auf den Hausberg in der Hoffnung, der grünen Jungfer zu begegnen und womöglich eines Tages das Rätsel des Buches zu lösen.

Doch wehe der Zwerg läßt Orkane brausen, die Luft streicht feucht und kalt, der Nebel, dicht und schaurig, ringsher die Flur umwallt, die Blüthe welkt, und düster 02410

Ein zauberhaftes Abenteuer

Die Johannisnacht brach einst wieder an, und der Hausberg wurde von einem geheimnisvollen Glanz erhellt. Die Menschen aus den umliegenden Dörfern versammelten sich, um das Schauspiel zu beobachten und womöglich ein Stück des Glücks abzubekommen, das die grüne Jungfer zu verschenken hatte. Ein junges Paar, Marie und Friedrich, standen am Rande der Menschenmenge und warteten gespannt. Es hieß, dass die grüne Jungfer einem jeden, der ihren Blick einfing, großes Glück bescheren würde. Die Uhr schlug Mitternacht, und auf einmal erschien sie, die grüne Jungfer, in all ihrer Pracht. Ihr Kleid war von einem leuchtenden Grün, und ein Schlüsselbund hing an ihrem Gürtel. Ihre Augen strahlten freundlich und wehmütig zugleich. Die grüne Jungfer wandelte zwischen den Menschen hindurch und beschenkte jeden, den sie berührte, mit einem Schlüssel. Marie und Friedrich konnten es kaum fassen, wie sie mit einem Mal bemerkten, wie die grüne Jungfer ihre Hände auf ihre Schultern legte. Sie überreichte ihnen einen glänzenden Schlüssel und lächelte sie liebevoll an.

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Das Geheimnis der Falltür

Mit dem glänzenden Schlüssel in der Hand gewahrten sich Marie und Friedrich mutig. Sie folgten der grünen Jungfer, die sie zu einer geheimnisvollen Falltür auf dem Gipfel des Berges führte. Die Tür schien nur in dieser spiritistischen Nacht sichtbar zu sein. Die Jungfer ermutigte die beiden, die Tür zu öffnen. Zögernd drehte Friedrich den Schlüssel im Schloss, und die Tür schwang leise auf. Ein kühler Wind wehte ihnen entgegen, derweil sie die Schwelle überschritten. Das Innere des Berges war unwahrscheinlich groß und prächtig. Sie durchstreiften die prächtigen Gemächer des Schlosses, bewunderten die schimmernden Schätze und antiken Artefakte. Letzten Endes führte die grüne Jungfer sie zu dem alten Buch, das auf einem prunkvollen Lesepult lag. Das Buch enthielt wirklich die Geschichte des Schlosses und die Geschichte der grünen Jungfer selbst. Doch die Schrift darin war so alt und verworren, dass Marie und Friedrich sie nicht entziffern konnten.

Auf ferner Berge Gipfel liegt wolkennaher Schnee, wohl die bekannten Wipfel ich wieder vor mir sehe, wie streckst du, braune Eiche, die weiß bereiften Zweige nach Lenzen, die dich fliehn, so bang und traurig hin 192546

Das Vermächtnis der grünen Jungfer

Die grüne Jungfer lächelte traurig und spürte, dass ihre Zeit gekommen war. Sie verabschiedete sich von Marie und Friedrich und verschwand langsam in einem strahlenden Licht. Bevor sie verschwand, rief sie ihnen zu: „Ihr seid die Auserwählten, die das Geheimnis des Buches lüften sollen. Wenn ihr es eines Tages entschlüsselt, wird das Schloss aus dem Berg emporsteigen, und ich werde erlöst sein.“ Marie und Friedrich kehrten mit einem Schatz an Erinnerungen und dem ungelösten Rätsel des antiken Buches nach Hause zurück. Sie nahmen wahr, dass es ihre Bestimmung war, das Geheimnis zu lüften und die grüne Jungfer zu erlösen.

Ein geheimnisvolles Versprechen

Die Johannisnacht auf dem Hausberg war ein zauberhaftes Abenteuer, das das Leben von Marie und Friedrich für immer veränderte. Sie hatten eine Aufgabe, ein Vermächtnis und die Gewissheit, dass sie eines Tages zum Schloss aus dem Berg emporsteigen und die grüne Jungfer erlösen. Und so begannen ein übernatürliches Abenteuer, das sie bis ans Ende der Welt führe, immer auf der Suche nach Antworten und dem Glück, das in den Seiten eines alten Buches verborgen lag.

Mit herzlichem Dank und den besten Wünschen,
Ihr Kartograf der Kuriositäten und globetrottender Geschichtenerzähler

*Der geneigte Leser möge entschuldigen, dass wir nicht erwähnen, welche Orte, Ortsnamen und Sehenswürdigkeiten im Verlaufe der vergangenen mehr als 100 Jahre, durch den ersten und zweiten Weltkrieg, viele Jahre entwickelte Sozialistische Gesellschaft und mehrerer Rechtschreibreformen verloren gingen oder geändert wurden.

Quellenangaben:
Inspiriert von den düsteren Erinnerungen an einem herbstlichen Vormittag
Sagen, Märchen und Gebräuche aus Sachsen und Thüringen 1846, Die grüne Jungfer auf dem Hausberge,
Meyers Konversations-Lexikon 3. Auflage 1874 - 1884
Wikipedia – Die freie Enzyklopädie

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Über dem Abgrunde schwebend

Von allen schwerwiegenden Gegenständen, wie Waffen, Munition, Lebensmitteln etc. entlastet, stieg der Ballon 4500 Fuß in die höheren Luftschichten auf. Nachdem sie das Meer unter ihrer Gondel gesehen, hielten sich die Passagiere in der Höhe für weit weniger gefährdet als in der Tiefe, zauderten keinen Augenblick, auch die sonst nützlichsten und nothwendigsten Gegenstände über Bord zu werfen und achteten nur darauf, kein Atom von der Seele ihres Fahrzeugs, dem Gase, zu verlieren, das sie über dem Abgrunde schwebend erhielt. Sie konnte es nicht unterlassen, in Gegenwart ihrer vertrauten Hofdamen mir furchtbare Rache zu schwören. Ja, der Alte hat daran noch nicht genug, Er spricht und singt: Laß deine Thaten fahren, Dein Streben, Mensch, deine Grübelei'n, Sieh, ich will dir goldne Kegel schenken, Ein ganzes Spiel, und silberne Kugeln dazu, Männerchen, die von selbst immer auf den Beinen stehn, Warum willst du dich des Lebens nicht freun? Voll Unruhe und Angst verstrich die Nacht, welche für minder energische Geister tödtlich gewesen wäre. Dann kam der Tag wieder und gleichzeitig schien die Wuth des Sturmes nachzulassen. Mit der Morgenröthe des 24. März hoben sich die durchsichtiger gewordenen Wolkenmassen; nach wenigen Stunden zerriß die Trombe. Der Wind verwandelte sich aus einem Orkan in eine steife Brise, d.h. seine Schnelligkeit verminderte sich etwa um die Hälfte. Noch hätte man ihn zwar mit dem Seemannsausdrücke einer drei Reffbrise bezeichnen können, immerhin ließ der Kampf der Elemente aber recht fühlbar nach. Wie könnt Ihr behaupten, daß Sir David Lindsay Fledermäuse ißt! Fledermäuse? Ich habe nur von einer einzigen gesprochen. Gleich! Gegen elf Uhr hatten sich die unteren Luftschichten vollkommen aufgehellt. Die Atmosphäre zeigte jene nach stärkeren meteorischen Erscheinungen gewöhnliche sicht- und fühlbare feuchte Durchsichtigkeit. Der Orkan schien nicht weiter nach Westen gereicht zu haben, sondern in sich selbst zu Grunde gegangen zu sein. Wahrscheinlich endete er nach dem Bruche der Trombe in elektrischen Entladungen, wie es auch von den Typhons des Indischen Meeres bekannt ist. […] Mehr lesen >>>


Ich gestehe, daß mir das sehr nahe geht,

und wenn ich in der Lage wäre, würde ich den elenden Subjekten, welche solche Gerüchte unter der Hand verbreiten, meinen Zorn fühlen lassen. - Sie sehen, lieber Freund, daß ich sehr aufrichtig bin, und Ihnen ohne Hintergedanken alles sage; denn ich weiß, daß Sie für meine Schwächen einige Nachsicht haben und wissen, (oder doch wenigstens hoffen) daß die Zeit mich weise machen werde. Ich thue mein Möglichstes, um es zu werden; doch glaube ich kaum, daß Cato in seiner Jugend Jugend Cato war. Die Natur auf eine absolut unvergleichliche Weise zu erleben, unzählige, wunderschöne Erlebnisse mit dem Partner Hund zu teilen. Da nur die Redaktion und nicht der eigentliche Verfasser für jeden anonymen Artikel verantwortlich bleibt; da die Redaktion gezwungen ist, das Journal, sowohl der tausendköpfigen Leserwelt als auch manchen ganz kopflosen Behörden gegenüber, zu vertreten; da sie mit unzähligen Hindernissen, materiellen und moralischen, täglich zu kämpfen hat: so muß ihr wohl die Erlaubnis anheimgestellt werden, jeden Artikel, den sie aufnimmt, ihren jedesmaligen Tagesbedürfnissen anzumodeln, nach Gutdünken durch Ausmerzen, Ausscheiden, Hinzufügen und Umänderungen jeder Art den Artikel druckbar zu machen, und gehe auch dabei die gute Gesinnung und der noch bessere Stil des Verfassers sehr bedenklich in die Krümpe. Wird den in diesem Briefe gemachten Zugeständnissen noch einiges zugelegt, so gewinnen wir mutmaßlich ein richtiges Bild von dem privaten und gesellschaftlichen Leben des Kronprinzen in Ruppin. Neben diesem privaten und gesellschaftlichen Leben aber (oder richtiger wohl ihm vorauf) existierte selbstverständlich noch ein anderes: das soldatische Leben, der Dienst. Ein in jeder Hinsicht politischer Schriftsteller muß der Sache wegen, die er verficht, der rohen Notwendigkeit manche bittere Zugeständnisse machen. Es gibt obskure Winkelblätter genug, worin wir unser ganzes Herz mit allen seinen Zornbränden ausschütten könnten – aber sie haben nur ein sehr dürftiges und einflußloses Publikum, und es wäre ebensogut, als wenn wir in der Bierstube oder im Kaffeehause vor den respektiven Stammgästen schwadronierten. […] Mehr lesen >>>


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